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22.7918 · Fragestunde. Frage · 2022-11-30

Departement für auswärtige Angelegenheiten

Erledigt

Wortlaut

Im Iran demonstrieren Menschen unter dem Einsatz ihres Lebens gegen das autoritäre Regime ihres Landes. Tausende wurden inhaftiert und einige bereits zum Tode verurteilt.

Trotzdem hat der Bundesrat nicht alle EU-Sanktionen gegenüber Iran übernommen.

- Warum übernimmt der Bundesrat die EU-Sanktionen nicht?

- Hat die Schweiz wegen dem brutalen Vorgehen gegen die Demonstrierenden bei der iranischen Regierung protestiert?

- Wie kann die iranische Zivilbevölkerung in ihrem Protest unterstützt werden?

Stellungnahme des Bundesrates

La Suisse a réagi par le biais de plusieurs interventions diplomatiques à plusieurs niveaux, entre autre par une intervention du Président de la Confédération Ignazio Cassis auprès du Président Raisi. Elle a condamné à de nombreuses reprises l'usage disproportionné de la force par les forces de sécurité iraniennes. Le Conseil fédéral estime qu'il est important que l'ambassadrice suisse demeure à Téhéran afin de continuer à suivre de façon adéquate les développements et à intervenir auprès des autorités iraniennes en faveur du respect des droits de l'homme. Concernant le soutien de la population civile, la Suisse collabore avec des organisations internationales actives dans le domaine des droits de l'homme plutôt qu'avec la société civile iranienne, car tout soutien direct à des organisations iraniennes les expose à des risques importants de représailles.

Das für Sanktionen zuständige WBF hat gemeinsam mit dem EDA entschieden, die im Zusammenhang mit den aktuellen Protesten erlassenen EU-Sanktionen gegenüber Iran nicht zu übernehmen. Der Entscheid wurde unter Einbezug aller innen- und aussenpolitischen Interessen der Schweiz gefällt, darunter auch die guten Dienste der Schweiz in Iran. Die Schweiz ist bestrebt, den offenen und kritischen Dialog mit der iranischen Regierung weiterzuführen und ihre Forderungen in Bezug auf die Menschenrechtslage wie auch andere Themen direkt einzubringen. Sie ist der Ansicht, dass dieser Ansatz der Sache - namentlich der Förderung der Frauen- und Menschenrechte und der Stabilität in der Region - längerfristig mehr dient.