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98.3263 · Postulat · 1998-06-18

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Viagra und ähnlich wirkende (angekündigte) Medikamente nicht in die Liste der kassenzulässigen Medikamente aufgenommen werden.

Begründung

1. Die Allokation der knappen Finanzen im Gesundheitswesen muss heute sehr sorgfältig vorgenommen werden. Die Prämien der Krankenkassen dürfen sicher nicht durch eine horrend teure Modepille noch mehr in die Höhe getrieben werden. Life-stile-drugs sind keine Krankenkassensache.

2. Eine Finanzierung von Viagra für Männer durch Krankenkassen wäre um so stossender, als die Verhütungspille für Frauen nicht bezahlt wird.

3. Auch eine enge Begrenzung der Kassenzulässigkeit durch einschränkende Indikationen würde keine Lösung bringen, da der Druck der Möchtegernkonsumenten enorm sein wird und eine breite Verschreibung bei einer Kassenzulässigkeit voraussehbar ist.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.