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AB 115505

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2010-12-01

Wortprotokoll

Herr Ständerat Altherr, ich habe den Wunsch gehört, und ich nehme ihn, wie ich alle Wünsche nehme, nämlich sehr ernst. Ich werde mich selbstverständlich darum bemühen, das Dossier mit der Zeit wirklich kennenzulernen und auch eine persönliche Meinung dazu zu entwickeln, und es dann gemäss meiner Überzeugung mitgestalten helfen.

Lassen Sie mich für den Moment ganz kurz die bundesrätliche Antwort wiederholen oder ergänzen. Wir sehen keine Verschärfung in der Finanzierungsproblematik, und seit 2000 hat Dore den Kompetenzaufbau im GSK-Bereich gefördert, und ab 2012 wird es im Rahmen des Schweizerischen Nationalfonds weiterhin möglich sein. Der Einsatz der finanziellen Mittel von Bund und Kantonen konzentriert sich auf die Ausbildung und die Forschung, und in den GSK-Bereichen hat sich die Forschung in den letzten zwei Jahren überdurchschnittlich entwickelt, von 41 Millionen Franken im Jahr 2007 auf 67 Millionen im Jahr 2009. Das ist immerhin eine ganz beachtliche Steigerung. Die Kantone haben zwei Drittel dazu beigetragen. Ich glaube, dass das der Tatbeweis ist, zumindest für den Moment.

Besonders hervorzuheben ist, dass der Anteil der Forschungsausgaben an den Betriebsausgaben bereits im Jahr 2009 die in der Master-Plan Fachhochschulen angestrebte Grösse von 20 Prozent erreicht hat. Ein Ausbau der Forschung ist in der BFI-Botschaft 2008-2011 und in der [PAGE 1083] BFI-Botschaft 2012 weiterhin vorgesehen. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Kantone gesamthaft ihre Verantwortung in der Forschung wahrnehmen.

Zum spezifischen Profil der Fachhochschulen gehören praxisorientierte und bestqualifizierende Bachelor-Abschlüsse. Sie führen zudem eine begrenzte Anzahl von Master-Studiengängen. Die Doktoratsstufe wird an den universitären Hochschulen angeboten. Der Bundesrat setzt sich für einen durchlässigen und transparenten Hochschulraum ein und begrüsst daher die Zusammenarbeit der Schweizer Hochschulen, welche es dem Fachhochschulmittelbau mit Master-Abschluss erlauben sollte, zum Doktoratsstudium zugelassen zu werden. Ich habe den Wunsch gehört.