Lexipedia

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · 2012-03-12

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2012-03-12

Wortprotokoll

Dem Erlass der neuen Tierschutzverordnung im Jahr 2008 gingen intensive Diskussionen mit den betroffenen Kreisen voraus. Dabei ging es namentlich darum, den mit neuen Vorschriften zur Verbesserung des Tierwohls verbundenen Investitionen Rechnung zu tragen. So wurden in der neuen Verordnung unter anderem zahlreiche, zum Teil lange Übergangsfristen, fünf oder sogar zehn Jahre, vorgesehen. Auch die Besonderheit der Situation im Sömmerungsgebiet wurde berücksichtigt. Beispielsweise müssen in Alpställen die Anpassungen der Standplätze bei der Anbindehaltung von Rindern nur dann erfolgen, wenn die Tiere in der Regel täglich länger als acht Stunden im Stall gehalten werden. Der Bundesrat geht deshalb nicht davon aus, dass die Tierschutzvorschriften zur Aufgabe von Weide- und Sömmerungsalpen führen. Sie führen auch nicht dazu, dass mehr Gülle anfällt, und somit ergibt sich daraus auch keine erhöhte Gefährdung der Artenvielfalt.