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Föhn Peter · Ständerat · 2012-06-14

Föhn Peter · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-06-14

Wortprotokoll

Vorerst danke ich meinem Vorredner, dem Mathematiker, für seine klare Darlegung. Weniger mathematisch war das Referat von Frau Fetz. Dass eine Kuh 60 000 Franken kosten soll, stimmt bei Weitem nicht. Das ist sehr wahrscheinlich pro Landwirtschaftsbetrieb gemeint, und die meisten Landwirte haben mehr als eine Kuh oder auch noch andere Tiere. Dann könnte es wieder einigermassen stimmen.

Aber als Unternehmer möchte ich natürlich noch eine andere Sicht der Dinge einbringen. Es ist mir ganz klar, wir haben eine gute Ausbildung, wir haben die beste Ausbildung, die wollen wir beibehalten, und die muss und darf auch etwas kosten.

Aber jetzt zum neuen Aspekt: Wir haben auch andere gute Ausbildungen, nicht nur die universitären, die an den Hochschulen gelehrt werden. Wir haben eben auch die handwerkliche Lehre, die duale Ausbildung, die sehr gut ist. Ich möchte das jetzt nicht gegeneinander ausspielen, aber ich muss dazu doch ein Votum abgeben. Ich habe mehrere Lehrlinge, ich habe auch Leute, die weiterstudieren respektive etwas dazulernen wollen. Bei uns, bei den gewerblichen Betrieben, muss das Allermeiste immer selbst berappt werden, entweder von den Eltern oder vom Lehrbetrieb. Wenn jemand von uns die Ausbildung zum Lehrmeister macht, kostet das Tausende von Franken, ja Zehntausende von Franken, bis er die Ausbildung abgeschlossen hat. Und diese muss er selber berappen, oder dann bezahlt sie der Lehrbetrieb. Das muss einfach auch gesagt werden.

Ich glaube, wir müssen hier vernünftig sein. Der Bundesrat hat einen sehr vernünftigen Antrag gemacht, einen sparsamen Antrag. Zudem bin ich auch überzeugt - das höre ich immer wieder -, dass dann noch Einsparungen möglich sind. Ohne Weiteres sind Einsparungen bei den Hochschulen möglich, von denen wir heute hier sprechen. Ich möchte die verschiedenen Ausbildungen nicht gegeneinander ausspielen, aber ich möchte doch sagen: Es muss einigermassen gerecht sein. Unser gesamtes Ausbildungssystem und dessen Berappung muss gerecht sein, egal, welchen Weg jemand einschlägt. Ich spreche hier unter anderem die höheren Fachschulen an.

Ich bitte, das einfach nicht zu vergessen, und bitte Sie auch, den Bogen nicht zu überspannen. Bitte folgen Sie der Minderheit.