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Mörgeli Christoph · Nationalrat · 2012-03-14

Mörgeli Christoph · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-03-14

Wortprotokoll

Die Mehrheit der SVP-Deputation in der Kommission ist über den Antrag der Minderheit Zuppiger zu Artikel 11 Absatz 2 Buchstabe c nicht glücklich. Dieser Antrag verlangt einen verstärkten Dialog zwischen Bildungsforschung und Berufsbildungsforschung sowie geeignete Informations- und Dialogveranstaltungen unter Teilnahme der Öffentlichkeit.

Wir meinen, dass Dialog nicht grundsätzlich eine gesetzliche Grundlage braucht. Dialog kann durchaus, oftmals sogar vielleicht besser, entstehen, ohne dass man ihn zum Zwang macht und in einem Gesetz verankert. Seien wir doch ehrlich: Die Berufsbildung ist hierzulande erfolgreich, jedenfalls erfolgreicher als in den allermeisten übrigen Staaten, weil sie sich grundsätzlich selber organisiert hat, weil sie weitgehend privatwirtschaftlich organisiert ist und weil der Staat nur subsidiär mithilft.

Wir haben zwar schon längst Bildungsbürokratien, aber wollen wir jetzt hier neu auch noch Berufsbildungsbürokratien einführen? Das gibt vermehrte Administration, das gibt neue Expertengremien, Gutachten, Studien; kurz gesagt, es gibt Wasserköpfe, die unsere Berufsbildung nicht wirklich voranbringen. Lassen wir das, was heute funktioniert, doch möglichst unberührt von neuen gesetzlichen Bestimmungen, Einschränkungen und staatlichen Aufblähungen. Hüten wir uns, die Berufsbildung, die hierzulande wirklich gut ist, auch noch zu verakademisieren.

Die Mehrheit der SVP-Abordnung in der Kommission empfiehlt Ihnen darum, den Antrag der Minderheit Zuppiger abzulehnen.

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