Stahl Jürg · Nationalrat · 2013-09-26
Stahl Jürg · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2013-09-26
Wortprotokoll
Am 2. Mai hat Ihre Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur mit 22 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen einem Antrag auf eine Kommissionsmotion zugestimmt, welche den Bundesrat beauftragt, die Förderung von Sportveranstaltungen, Nachwuchs- und Spitzensport an die Hand zu nehmen. Nach dem Scheitern des Projekts einer Olympiakandidatur in Graubünden hat sich die WBK über die Zukunft des Schweizer Sports unterhalten. Insbesondere wurden die positiven Effekte der Vorbereitungsarbeiten im Bereich des Nachwuchs- und Spitzensports thematisiert, nicht zuletzt auch deswegen, weil die Gegnerschaft dieser Kandidatur eben den Nutzen des Breitensports, der Bewegung und des Sports im Allgemeinen nicht infrage gestellt hatte, sondern die Grösse allfälliger Spiele, den Gigantismus und die ökologische Belastung kritisiert hatte. Aufgrund dieser Ausgangslage hat sich die Kommission entschieden, eine solche Motion einzureichen.
Es braucht, da war sich die Kommission einig, eine starke Breitensportbewegung, damit auch eine Spitze möglich ist. Es muss aber klar festgehalten werden, dass wir mit dieser Motion nicht primär die Spitze fördern wollen, die täglich im Fernsehen zu sehen und uns bekannt ist, seien das Spitzentennisspieler, -fussballer oder -radfahrer. Tatsache ist, dass sich über 99 Prozent unserer Sportlerinnen und Sportler im Breitensport betätigen und ganz wenige Athletinnen und Athleten an der Spitze sich mit ihrem Verdienst über Wasser halten können. Dass es Sinn macht, Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, zum Sport zu bewegen, war ebenso unbestritten wie die Bedeutung von wiederkehrenden Sportgrossveranstaltungen. Lauberhornrennen, Ski-Erlebnis Adelboden, Laufevents wie GP Bern, CSI Zürich im Pferdesport, Engadiner Skimarathon, Weltklasse Zürich in der Leichtathletik und viele mehr sind unersetzbare und starke Pfeiler für die positive Ausstrahlung unseres Landes. Es geht nicht primär um eine finanzielle Unterstützung - um die geht es auch, das möchte ich klar festhalten -, sondern aus Sicht der Kommission vielmehr auch um die Bedeutung und die ideelle Unterstützung der Veranstaltungen sowie des Nachwuchs- und Spitzensports. Denn schlussendlich sind sowohl die Veranstaltungen wie auch die Spitzenathleten verlässliche Botschafter der Schweiz.
Letzte Woche hat das Sportparlament unseres nationalen olympischen Dachverbandes Swiss Olympic einstimmig entschieden, sich für die Olympischen Jugend-Winterspiele 2020 in Lausanne zu bewerben. Das ist ein starkes Signal für die Jugend. Sie können heute ein ebenso starkes Signal setzen. Ich bitte Sie, diese Motion, welche komischerweise vom Bundesrat abgelehnt wird, anzunehmen. Unsere Kommission hat dies mit 22 zu 0 Stimmen getan.