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Föhn Peter · Nationalrat · 2008-03-06

Föhn Peter · Nationalrat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2008-03-06

Wortprotokoll

Was in den letzten Jahren an pornografischen Übergriffen an den Tag gekommen ist, schreckt einfach auf, und viele beteuern hier am Pult, dass das Ziel der Volksinitiative richtig sei. Dann kommen, wie meistens, tausend Aber. Haben Sie einen anderen Lösungsansatz? Ich jedenfalls habe von keinem griffigen Lösungsansatz gehört.

Wollen Sie weiter diesen unmenschlichen Vergehen tatenlos zusehen? Nein! Wir dürfen nicht wegschauen, wir dürfen nicht weiterhin Täterschutz betreiben. Diesem Ungemach muss in die Augen geschaut werden, und zwar hier und jetzt. Deshalb unterstütze ich nicht nur den Gegenvorschlag des Bundesrates, sondern auch die eingereichte Volksinitiative, denn für mich als Vater und ehemaligen Lehrer ist gewalttätige Unzucht das Schlimmste, was einem Kind widerfahren kann. Besonders die Häufigkeit schreckt mich auf. Wir müssen dies im Klartext thematisieren und anprangern. Hören wir endlich auf zu bagatellisieren! Wir alle wissen: Nur die allerhärtesten Massnahmen werden eventuell abschrecken; Schönreden bringt hier gar nichts. Ich frage hier in den Saal: Wie wollen Sie dieser Häufung von Unzüchtigkeiten entgegentreten, wenn Sie alle vorgelegten Initiativen ablehnen?

Für mich ist allerhöchste Alarmstufe. Setzen wir die Initiativen um, lassen wir dem Opfer Zeit, genügend Zeit, denn der Reifeprozess nach solch schrecklichen Vorfällen geht äusserst langsam! Lassen wir den Täter zumindest möglichst lange im Ungewissen, ob er nicht eventuell noch belangt werden könnte! Zum Wohle unserer Kinder müssen wir politische Zeichen setzen, und zwar subito.

Sagen Sie deshalb Ja zur Volksinitiative wie auch zu den parlamentarischen Initiativen.