Leuthard Doris · Bundesrat · 2013-06-19
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2013-06-19
Wortprotokoll
Das steht nicht in Ihrem Motionstext, sondern in Ihrer Begründung. Der Bundesrat muss sich aber an den Text Ihrer Motion halten.
Herr Brabeck hat völlig Recht, beim Wasser wird es in der Zukunft weltweit zu einer massiven Mangelsituation kommen; dies nicht zuletzt deshalb, weil für viele Pflanzen, für viele Lebensmittel und gerade auch für die Fleischproduktion sehr [PAGE 1116] viel Wasser konsumiert werden wird. Also wird die Ressource Wasser teurer und ein Problem, gerade für viele afrikanische Staaten. Dass man diesen hilft, ist, so glaube ich, selbstverständlich. Dass auch die Schweiz sich an dieser Hilfe beteiligt, ist selbstverständlich, mindestens für mich.
Die Frage ist aber, in welcher Form dies geschehen soll. Soll dies gratis sein? Sind die Besitzer von Wasserquellen dazu berechtigt und ist es sinnvoll, dass sie auch einen Preis für ihr Wasser verlangen, wie dies für andere Güter und Leistungen auch gemacht wird? Das wird die entscheidende Frage sein. Dass man nicht alles komplett gratis abgibt, ist, glaube ich, auch sinnvoll und entspricht den heutigen Handelsprinzipien. Die Frage ist das Mass, und es geht auch darum, wo man das Wasser beziehungsweise das Gut, das uns die Welt, dieser Globus, zur Verfügung stellt, allen wiederum vernünftigerweise zur Verfügung stellt. Da viele Staaten das Wasser gratis zur Verfügung stellen, nichts dafür verlangen, wird auch viel Wasser verschwendet. Deshalb wird die internationale Preisdiskussion, bei der FAO, bei den Uno-Organisationen, genau diese Fragen mit sich bringen.