Leuthard Doris · Bundesrat · 2013-09-25
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2013-09-25
Wortprotokoll
Zu dieser jetzt neuen Frage: Es ist relativ klar, wir haben immer gesagt, dass die bestehende Röhre aus den von Ihnen erwähnten Gründen - Stichwort Brandschutz - zwischen 2020 und 2025 saniert werden muss. Wenn man die Sanierung so macht, wie der Bundesrat sie will, das heisst über den Bau einer zweiten Röhre, müssen wir, je nachdem, wann diese geöffnet werden kann, die bestehende Röhre ein, zwei oder drei Jahre länger offenhalten. Aber das geht nur mit zusätzlichen Investitionen in den Brandschutz, damit sie auch nach 2025 durchfahren werden kann. Wenn das Parlament oder das Volk entscheidet, die Sanierung mit einer Vollsperrung des Tunnels zu machen, kommt es wieder darauf an, ob es die Variante mit vier oder die Variante mit sieben Jahren Vollsperrung wählt. In beiden Fällen ist der Fortschritt des generellen Projektes entscheidend. Auch bei diesem gibt es natürlich Rechtsverfahren. Wir haben gesagt, dass wir bei dieser Variante mit allen Bauern, die Land für die Neat zur Verfügung gestellt haben, neu verhandeln und neue Pachtverträge abschliessen müssten, weil ja dieses Land über Jahre für die Rola gesichert werden müsste. Das sind natürlich alles Unwägbarkeiten - es sind auch Rechtsprozesse möglich -, bei denen wir keine ganz klare Definition vornehmen können. Aber vom Brandschutz her ist es klar, dass man nach 2025 investieren muss, wenn man den Tunnel noch zwei, allenfalls noch drei weitere Jahre funktionstüchtig halten möchte, länger ist das nicht zu verantworten. [PAGE 901]