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Binder Max · Nationalrat · 2012-06-12

Binder Max · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-06-12

Wortprotokoll

Als Präsident der NAD ist es mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir am Ceneri-Basistunnel einerseits positiv, andererseits aber auch mindestens sehr kritisch unterwegs sind. Positiv unterwegs sind wir bei den Hauptvortrieben Richtung Süden. Wir konnten dort aufgrund besserer bautechnischer Verhältnissen als vorausgesagt Zeitgewinne realisieren, sodass wir, was das Bauprogramm anbelangt, im Zeitplan sind. Auf der anderen Seite haben wir grössere Probleme beim Vortrieb von Sigirino Richtung Norden. Hier sieht es etwas düster aus. Die prognostizierten Leistungen werden hier nicht erreicht. Der Rückstand auf das Bauprogramm per Ende 2011 beträgt acht Monate. Damit liegt dieser Vortrieb im kritischen Bereich. Die Alptransit geht davon aus, dass mit technischen Massnahmen eine Leistungssteigerung erreicht werden kann. Der Inbetriebnahmetermin ist aus Sicht der Alptransit zumindest vorerst - ich betone: vorerst - nicht gefährdet. Allerdings haben sich die Zeitreserven zwischen den Phasen Planung, Bauausrüstung und Inbetriebnahme markant verringert. Das Bundesamt für Verkehr schätzt mit seiner Prognose die Bandbreite bezüglich Terminrisiko auf minus ein halbes bis plus drei Jahre. Das sind zum heutigen Zeitpunkt natürlich theoretische Annahmen. Dies bewog dann aber die NAD an ihrer Sitzung vom 13. April dieses Jahres zur Formulierung der Empfehlung, wie sie auf Seite 85 des Berichtes nachzulesen ist. Ich verzichte darauf, sie zu wiederholen, weil Herr Kollega Leo Müller das bereits gemacht hat.

Hier haben wir die Weichen vorausschauend gestellt. Wir möchten ganz klar sagen, dass wir Massnahmen, die ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen, nicht zustimmen können.

Zum Schluss liegt mir viel daran, den Ingenieuren, den verschiedenen Institutionen, dem Bundesamt für Verkehr, der Alptransit und den anderen Unternehmen für die offene Zusammenarbeit bei unserer Tätigkeit bestens zu danken. Vor allem möchte ich mit einem herzhaften "Glückauf" allen Mineuren danken, die an diesem Bauwerk arbeiten.