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Fässler-Osterwalder Hildegard · Nationalrat · 2011-06-16

Fässler-Osterwalder Hildegard · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion · 2011-06-16

Wortprotokoll

Wir sind hier im Bereich der Zulassung zu den Hochschulen. Es ist völlig richtig, dass man eine Trennung zwischen universitären Hochschulen und Fachhochschulen macht. Es ist aber genauso richtig - und deshalb begrüsse ich Artikel 24a -, dass man bei der Zulassung zu den pädagogischen Hochschulen eine Trennung macht. Man braucht keine Angst zu haben, dass das eine Abwertung der pädagogischen Hochschulen geben würde, die Ansprüche an die künftigen Lehrkräfte werden deshalb nicht gemindert. Aber dass hier auch andere Formen der Zulassung gelten als an einer Universität, finde ich richtig, auch mit meiner ganzen Berufserfahrung als Primarlehrerin und später als Ausbildnerin von Primarlehrkräften. Ich bin sehr froh um diesen Zusatz und verstehe eigentlich nicht, wie man dagegen opponieren kann. Wichtig ist, dass es einen Königsweg gibt, dass aber durch verschiedene Möglichkeiten die Durchlässigkeit und auch die Qualität der Studierenden gewährleistet sind. Ich glaube, dieses System ist sehr kohärent.

Wichtig ist auch, dass klar geregelt ist, wer für Ausnahmen zuständig ist. Ich finde deshalb, es ist eine kluge Lösung der Mehrheit der WBK-NR, das Anliegen von Frau Gilli in Artikel 25 Absatz 2 aufzunehmen. Es ist dort gut aufgehoben. Man kann es eigentlich genau so interpretieren, wie Frau Gilli es begründet hat. Wichtig ist, dass man hier einen pragmatischen Lösungsweg gefunden hat. Es wird klar sein, wer die Entscheidungen treffen kann, wer für solche Ausnahmen zuständig ist.

In diesem Sinn bitte ich Sie mit der SP-Fraktion, in allen Punkten der Mehrheit zuzustimmen. Sie machen hier ein gut ausgewogenes Konzept, das allen Ansprüchen, soweit man es heute überblicken kann, entspricht.