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Leuthard Doris · Bundesrat · 2014-09-15

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2014-09-15

Wortprotokoll

Das ist die dritte Frage zu diesem Thema. Das Kernkraftwerk Mühleberg steht unter der laufenden Aufsicht des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorates (Ensi). Die vertikalen Risse im Kernmantel des Kernkraftwerks Mühleberg sind neu. Sie wurden im Rahmen des Revisionsstillstands 2014 entdeckt. Diese Risse stellen die Sicherheit im laufenden Betriebszyklus, der rund ein Jahr dauern wird, nicht infrage.

Der Kernmantel ist eine nichtdruckführende Einbaute des Reaktors. Deshalb kann der Betrieb selbst mit einem Kernmantel, der Rissbefunde aufweist, ohne Beeinträchtigung der Sicherheit weitergeführt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Risse nicht ein Ausmass erreichen, das die mechanische Stabilität oder die Wasserniveauhaltung bei einem Störfall mit grossem Kühlmittelverlust gefährdet. Aus diesen Gründen muss der Kernmantel regelmässig materialtechnisch geprüft und sicherheitstechnisch beurteilt werden.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse während der Revision 2014 hat das Ensi von der BKW verlangt, dass bis Ende Oktober 2014 ein erweitertes Instandhaltungskonzept für den Kernmantel eingereicht wird, dies als Zusatz zum bereits Ende Juni 2014 von der BKW unterbreiteten Instandhaltungskonzept für die Restlaufzeit der Anlage.

Die dreimal gestellte Frage ist somit zum dritten Mal beantwortet.