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AB 158797

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2013-06-17

Wortprotokoll

Die Bestandsaufnahme im Bericht "Fachkräfteinitiative - Situationsanalyse und Massnahmenbericht" zeigt, dass Bund und Kantone bereits eine breite Palette von Massnahmen initiiert haben, um den Fachkräftemangel zu entschärfen. Jedoch wird auch deutlich, dass weitere Anstrengungen notwendig sind. Dabei sind vier Handlungsfelder prioritär. Neben der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind dies die Höherqualifizierung entsprechend dem Bedarf der Arbeitswelt, die Schaffung guter Bedingungen für die Erwerbstätigkeit älterer Arbeitnehmender und die Förderung von Innovationen zur Entschärfung der Fachkräfteknappheit aufgrund höherer Produktivität. Am 21. Mai 2013 haben Bund, Kantone und Sozialpartner im Rahmen eines runden Tischs ein koordiniertes Vorgehen verabschiedet.

Zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind als Beispiele folgende Massnahmen zu nennen. Bei der familienergänzenden Kinderbetreuung sind in erster Linie die Kantone und Gemeinden gefordert. Sie sorgen für ein bedarfsgerechtes Angebot an familien- und schulergänzenden Tagesstrukturen. Diese Massnahmen zielen darauf ab, die Kosten für die Eltern tragbar zu machen. Im Rahmen des Projekts des Bundes "250 Unternehmen engagieren sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie" werden Unternehmen dabei unterstützt, eine gute Praxis betreffend familienfreundliche Arbeitsbedingungen umzusetzen. Die öffentliche Hand optimiert zudem ihre familienfreundliche Personalpolitik, besonders auch bei hochqualifizierten Angestellten. Auch überprüfen Bund und Kantone ihr Steuer- und Sozialsystem und treffen, wenn nötig, Massnahmen zum Abbau negativer finanzieller Arbeitsanreize für Eltern. Schliesslich verstärken Bund und Kantone die Massnahmen zur Bekämpfung der Lohndiskriminierung. Insbesondere im öffentlichen Beschaffungswesen sowie bei subventionierten Organisationen sollen gemäss den Bundesratszielen für das Jahr 2013 vermehrt Kontrollen durchgeführt werden.

Mit diesen und anderen Massnahmen sollen gemeinsam mit den Sozialpartnern die Anliegen der Fachkräfteinitiative verstärkt und soll das Arbeitspotenzial qualifizierter Frauen besser genutzt werden.