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Rossini Stéphane · Nationalrat · 2014-11-27

Rossini Stéphane · Nationalrat · Wallis · Sozialdemokratische Fraktion · 2014-11-27

Wortprotokoll

Ziff. 7

Antrag der Mehrheit

Titel

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 2 Abs. 1

Dieses Gesetz gilt:

a. für Finanzintermediäre;

b. für natürliche und juristische Personen, die gewerblich mit Gütern handeln und dabei Bargeld entgegennehmen (Händler).

Art. 2 Abs. 1bis

Streichen

Gliederungstitel vor Art. 2b; Art. 2b, 2c

Festhalten

Gliederungstitel vor Art. 3

2. Kapitel: Pflichten

1. Abschnitt: Sorgfaltspflichten der Finanzintermediäre

Gliederungstitel vor Art. 8a

1a. Abschnitt: Sorgfaltspflichten der Händler

Art. 8a Abs. 1

Händler nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe b müssen folgende Pflichten erfüllen, wenn sie im Rahmen eines Handelsgeschäfts mehr als 100 000 Franken in bar entgegennehmen:

a. Identifizierung der Vertragspartei (Art. 3 Abs. 1);

b. Identifizierung der wirtschaftlich berechtigten Person (Art. 4 Abs. 1 und 2 Bst. a und b);

c. Dokumentationspflicht (Art. 7).

Art. 8a Abs. 2

Sie müssen die Hintergründe und den Zweck eines Geschäfts abklären, wenn:

a. es ungewöhnlich erscheint, es sei denn, seine Rechtmässigkeit sei erkennbar;

b. Anhaltspunkte vorliegen, dass Vermögenswerte aus einem Verbrechen oder aus einem qualifizierten Steuervergehen nach Artikel 305bis Ziffer 1bis StGB herrühren oder der Verfügungsmacht einer kriminellen Organisation (Art. 260ter Ziff. 1 StGB) unterliegen.

Art. 8a Abs. 3

Sie unterstehen den Pflichten nach den Absätzen 1 und 2 auch dann, wenn die Barzahlung in mehreren Tranchen erfolgt und die einzelnen Tranchen unter 100 000 Franken liegen, zusammengezählt diesen Betrag jedoch überschreiten.

Art. 8a Abs. 4

Sie unterstehen den Pflichten nicht, wenn die Zahlungen, die 100 000 Franken übersteigen, über einen Finanzintermediär abgewickelt werden.

Art. 8a Abs. 5

Der Bundesrat konkretisiert die Pflichten nach den Absätzen 1 und 2 und legt fest, wie diese zu erfüllen sind.

Art. 9 Abs. 1a

Ein Händler muss der Meldestelle unverzüglich Meldung erstatten, wenn er weiss oder den begründeten Verdacht hat, dass die Barzahlungsmittel bei einem Handelsgeschäft:

a. im Zusammenhang mit einer strafbaren Handlung nach Artikel 260ter Ziffer 1 oder 305bis StGB stehen;

b. aus einem Verbrechen oder aus einem qualifizierten Steuervergehen nach Artikel 305bis Ziffer 1bis StGB herrühren; oder

c. der Verfügungsmacht einer kriminellen Organisation unterliegen.

Art. 9 Abs. 1bis

Aus den Meldungen gemäss den Absätzen 1 und 1a muss der Name des Finanzintermediärs oder des Händlers ersichtlich sein. Das mit dem Fall befasste Personal des Finanzintermediärs oder des Händlers kann in der Meldung anonymisiert werden, sofern die Möglichkeit der Meldestelle und der zuständigen Strafverfolgungsbehörde zur unverzüglichen Kontaktaufnahme gewährleistet bleibt.

Art. 10a Abs. 5

Der Händler darf weder Betroffene noch Dritte darüber informieren, dass er eine Meldung nach Artikel 9 erstattet hat.

Art. 15 Titel

Prüfpflicht für Händler

Art. 15 Abs. 1

Händler, die den Sorgfaltspflichten nach Artikel 8a nachzukommen haben, beauftragen eine Revisionsstelle mit der Prüfung der Einhaltung ihrer Pflichten nach dem zweiten Kapitel.

Art. 15 Abs. 2

Als Revisionsstelle beauftragt werden können Revisoren nach Artikel 5 oder Revisionsunternehmen nach Artikel 6 des Revisionsaufsichtsgesetzes vom 16. Dezember 2005, die das nötige Fachwissen und die nötige Erfahrung aufweisen.

Art. 15 Abs. 3

Die Händler sind verpflichtet, der Revisionsstelle alle für die Prüfung erforderlichen Auskünfte zu erteilen und ihr die nötigen Unterlagen herauszugeben.

Art. 15 Abs. 4

Die Revisionsstelle prüft die Einhaltung der Pflichten nach diesem Gesetz und verfasst darüber einen Bericht zuhanden des verantwortlichen Organs des geprüften Händlers.

Art. 15 Abs. 5

Kommt ein Händler seiner Meldepflicht nicht nach, erstattet die Revisionsstelle der Meldestelle unverzüglich Meldung, wenn sie begründeten Verdacht schöpft, dass:

a. eine strafbare Handlung nach Artikel 260ter Ziffer 1 oder 305bis StGB vorliegt;

b. Vermögenswerte aus einem Verbrechen oder aus einem qualifizierten Steuervergehen nach Artikel 305bis Ziffer 1bis StGB herrühren; oder

c. Vermögenswerte der Verfügungsmacht einer kriminellen Organisation unterliegen.

Art. 30 Abs. 2 Bst. a

a. den Namen des Finanzintermediärs oder des Händlers, soweit dadurch die Anonymität der Person gewahrt bleibt, die eine Meldung erstattet hat oder einer Informationspflicht nach vorliegendem Gesetz nachgekommen ist; [PAGE 1978]

Art. 32 Abs. 3

Der Name der Person, die die Meldung des Finanzintermediärs oder des Händlers erstattet hat oder die der Informationspflicht nach Artikel 11a nachgekommen ist, darf von der Meldestelle nicht an ausländische Strafverfolgungsbehörden weitergegeben werden.

Art. 38 Titel

Verletzung der Prüfpflicht

Art. 38 Abs. 1

Ein Händler, der vorsätzlich seine Pflicht nach Artikel 15 verletzt, eine Revisionsstelle zu beauftragen, wird mit Busse bis zu 100 000 Franken bestraft.

Art. 38 Abs. 2

Handelt er fahrlässig, wird er mit einer Busse bis zu 10 000 Franken bestraft.

[VS]

Antrag der Minderheit

(Nidegger, Brand, Herzog, Huber, Lüscher, Reimann Lukas, Rickli Natalie, Schwander)

Titel; Art. 2 Abs. 1; Gliederungstitel vor Art. 3; Art. 9 Abs. 1bis; 30 Abs. 2 Bst. a; 32 Abs. 3

Unverändert

Gliederungstitel vor Art. 8a; Art. 8a; 9 Abs. 1a; 10a Abs. 5; 15; 38

Streichen

[VS]

Antrag Portmann

Art. 8a Abs. 1

Gemäss Antrag der Mehrheit

Art. 8a Abs. 2

Sie unterstehen den Pflichten nach Absatz 1 auch dann, wenn die Barzahlung in mehreren Tranchen erfolgt und die einzelnen Tranchen unter 100 000 Franken liegen, zusammengezählt diesen Betrag jedoch überschreiten.

Art. 8a Abs. 3

Sie unterstehen den Pflichten nicht, wenn die Zahlungen, die 100 000 Franken übersteigen, über einen Finanzintermediär abgewickelt werden.

Art. 8a Abs. 4

Der Bundesrat konkretisiert die Pflichten nach Absatz 1 und legt fest, wie diese zu erfüllen sind.

Art. 8a Abs. 5

Streichen

Art. 9 Abs. 1a

Ein Händler muss der Meldestelle unverzüglich Meldung erstatten, wenn er Kenntnis hat, dass ...

Art. 15 Titel

Aufbewahrungspflicht für Händler

Art. 15 Abs. 1

Händler bewahren die von ihnen gemäss Artikel 8a Absatz 1 erstellten Belege als Teil ihrer Geschäftsbücher auf.

Art. 15 Abs. 2-5

Streichen

[VS]

Ch. 7

Proposition de la majorité

Titre

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Art. 2 al. 1

La présente loi s'applique:

a. aux intermédiaires financiers;

b. aux personnes physiques ou morales qui font le commerce de biens à titre professionnel et reçoivent à cet effet des espèces (négociants).

Art. 2 al. 1bis

Biffer

Titre précédant l'art. 2b; art. 2b, 2c

Maintenir

Titre précédant l'art. 3

Chapitre 2: Obligations

Section 1: Obligations de diligence des intermédiaires financiers

Titre précédant l'art. 8a

Section 1a: Obligations de diligence des négociants

Art. 8a al. 1

Les négociants visés à l'article 2 alinéa 1 lettre b doivent remplir les obligations suivantes s'ils reçoivent plus de 100 000 francs en espèces dans le cadre d'une opération de négoce:

a. Identification de l'identité du cocontractant (art. 3 al. 1);

b. Identification de l'ayant droit économique (art. 4 al. 1 et 2 let. a et b);

c. Obligation d'établir et de conserver des documents (art. 7).

Art. 8a al. 2

Ils doivent clarifier l'arrière-plan et le but d'une opération lorsque:

a. l'opération paraît inhabituelle, sauf si sa légalité est manifeste;

b. des indices laissent supposer que des valeurs patrimoniales proviennent d'un crime ou d'un délit fiscal qualifié au sens de l'article 305bis chiffre 1bis CP, ou qu'une organisation criminelle (art. 260ter ch. 1 CP) exerce un pouvoir de disposition sur ces valeurs.

Art. 8a al. 3

Ils doivent remplir les obligations prévues aux alinéas 1 et 2 même si le paiement en espèces est effectué en plusieurs tranches d'un montant inférieur à 100 000 francs, mais qui, additionnées, dépassent ce montant.

Art. 8a al. 4

Ils ne doivent pas remplir les obligations lorsque les paiements dépassant 100 000 francs sont effectués par le biais d'un intermédiaire financier.

Art. 8a al. 5

Le Conseil fédéral précise les obligations définies aux alinéas 1 et 2 et en règle les modalités d'application.

Art. 9 al. 1a

Le négociant informe immédiatement le bureau de communication s'il sait ou présume, sur la base de soupçons fondés, que les espèces utilisées lors d'une opération de négoce:

a. ont un rapport avec une des infractions mentionnées aux articles 260ter chiffre 1 ou 305bis CP;

b. proviennent d'un crime ou d'un délit fiscal qualifié au sens de l'article 305bis chiffre 1bis CP; ou

c. sont soumises au pouvoir de disposition d'une organisation criminelle.

Art. 9 al. 1bis

Dans les communications effectuées en vertu des alinéas 1 et 1a, le nom de l'intermédiaire financier ou du négociant doit apparaître; en revanche, le nom des employés de l'intermédiaire financier ou du négociant chargés du dossier peut ne pas être mentionné, pour autant que le bureau de communication et l'autorité de poursuite pénale gardent la possibilité de prendre rapidement contact avec eux.

Art. 10a al. 5

Le négociant ne doit informer ni les personnes concernées ni des tiers du fait qu'il a effectué une communication en vertu de l'article 9.

Art. 15 titre

Obligation de contrôle incombant aux négociants

Art. 15 al. 1

Les négociants qui doivent remplir les obligations de diligence visées à l'article 8a chargent un organe de révision de vérifier qu'ils respectent les obligations définies au chapitre 2.

Art. 15 al. 2

Des réviseurs selon l'article 5 ou des entreprises de révision selon l'article 6 de la loi du 16 décembre 2005 sur la surveillance de la révision peuvent être mandatés en qualité d'organe de révision s'ils possèdent les connaissances techniques requises et l'expérience nécessaire.

Art. 15 al. 3

Les négociants sont tenus de fournir à l'organe de révision tous les renseignements et documents nécessaires au contrôle. [PAGE 1979]

Art. 15 al. 4

L'organe de révision vérifie que les obligations fixées dans la présente loi sont respectées et établit un rapport à l'intention de l'organe responsable du négociant soumis au contrôle.

Art. 15 al. 5

Si un négociant ne remplit pas son obligation de communiquer, l'organe de révision prévient immédiatement le bureau de communication lorsque des soupçons fondés permettent de présumer:

a. qu'une infraction mentionnée aux articles 260ter chiffre 1, 305bis ou 305ter alinéa 1 CP a été commise;

b. que des valeurs patrimoniales proviennent d'un crime ou d'un délit fiscal qualifié au sens de l'article 305bis chiffre 1bis CP; ou

c. que des valeurs patrimoniales sont soumises au pouvoir de disposition d'une organisation criminelle.

Art. 30 al. 2 let. a

a. le nom de l'intermédiaire financier ou du négociant, dans la mesure où l'anonymat de la personne qui a adressé une communication ou qui a respecté le devoir d'informer visé par la présente loi est garanti;

Art. 32 al. 3

Le bureau de communication n'est pas autorisé à transmettre aux autorités de poursuite pénale étrangères le nom de la personne qui lui a adressé la communication de l'intermédiaire financier ou du négociant ou qui a respecté le devoir d'informer visé à l'article 11a.

Art. 38 titre

Violation de l'obligation de contrôle

Art. 38 al. 1

Un négociant est puni d'une amende de 100 000 francs au plus s'il enfreint intentionnellement l'obligation prévue à l'article 15 de mandater un organe de révision.

Art. 38 al. 2

S'il agit par négligence, il est puni d'une amende de 10 000 francs au plus.

[VS]

Proposition de la minorité

(Nidegger, Brand, Herzog, Huber, Lüscher, Reimann Lukas, Rickli Natalie, Schwander)

Titre; art. 2 al. 1; titre précédant l'art. 3; art. 9 al. 1bis; 30 al. 2 let. a; 32 al. 3

Inchangé

Titre précédant l'art. 8a; art. 8a; 9 al. 1a; 10a al. 5; 15; 38

Biffer

[VS]

Proposition Portmann

Art. 8a al. 1

Selon la proposition de la majorité

Art. 8a al. 2

Ils doivent remplir les obligations prévues à l'alinéa 1 même si le paiement en espèces est effectué en plusieurs tranches d'un montant inférieur à 100 000 francs, mais qui, additionnées, dépassent ce montant.

Art. 8a al. 3

Ils ne doivent pas remplir les obligations lorsque les paiements dépassant 100 000 francs sont effectués par le biais d'un intermédiaire financier.

Art. 8a al. 4

Le Conseil fédéral précise les obligations définies à l'alinéa 1 et en règle les modalités d'application.

Art. 8a al. 5

Biffer

Art. 9 al. 1a

Le négociant informe immédiatement le bureau de communication s'il apprend que les espèces ...

Art. 15 titre

Obligation de conserver pour les négociants

Art. 15 al. 1

Les négociants conservent dans leurs livres comptables les justificatifs qu'ils ont établis conformément à l'article 8a alinéa 1.

Art. 15 al. 2-5

Biffer