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Hany Urs · Nationalrat · 2011-09-30

Hany Urs · Nationalrat · Zürich · Fraktion CVP/EVP/glp · 2011-09-30

Wortprotokoll

Die Kommission für öffentliche Bauten hat beschlossen, den Gesamtkredit der Immobilienbotschaft 2011 um den Kredit für den Umbau des Bundeshauses Ost zu reduzieren, um kostengünstigere Alternativen prüfen zu lassen. Für den Umbau des Bundeshauses Ost sind insgesamt 70 Millionen Franken notwendig, davon 24 Millionen für das von der KöB kritisierte Untergeschoss. Für die Schaffung zusätzlicher Nutzfläche hat man auch Varianten in der unmittelbaren Umgebung der Bundeshauses Ost geprüft. Diese Varianten sind aber aus denkmalpflegerischen und archäologischen Gründen nicht akzeptabel. Die notwendige Erteilung der Baubewilligung durch die Stadt Bern wäre nicht möglich.

Das Projekt mit der Unterkellerung ermöglicht, dass die oberirdischen Geschosse für Arbeitsplätze freigehalten und die haustechnischen Anlagen und die betriebsnotwendigen Räume in das zusätzliche Untergeschoss verlagert werden. Im Untergeschoss vorgesehen sind die Betriebsräume, die Lüftung, der Diesel-Notstromgenerator, der Umformer für die Fernwärmenutzung sowie das Rechenzentrum für die Parlamentsdienste. Der Verzicht auf das zusätzliche Untergeschoss hätte zur Folge, dass die betriebsnotwendigen Räume und die haustechnischen Anlagen oberirdisch realisiert werden müssten. Auch das ist nicht gratis; man rechnet mit Kosten von etwa 10 Millionen Franken.

Diese 10 Millionen kämen zu den 46 Millionen für die Gebäudesanierung dazu. Somit wären wir bei 56 Millionen. Durch diese Verlagerung der notwendigen Gebäudetechnik in obere Geschosse würde der Platz für etwa 60 Arbeitsplätze wegfallen. Das würde nach heutigen Berechnungen weitere Kosten von etwa 10 Millionen verursachen. Wir wären also bereits bei Kosten von etwa 66 Millionen Franken.

Erlauben Sie mir noch ein Wort zu den heutigen Möglichkeiten im Spezialtiefbau bei zusätzlichen Geschosseinbauten unter bestehenden Gebäuden. Mit speziellen Bohrgeräten, man nennt sie auch Kellerbohrgeräte, kann aus dem untersten Geschoss die Baugrubensicherung mit einer Ausfachung erstellt werden. Diese Sicherung kann wiederum für die zu erstellenden Wände verwendet werden. Dieses Bauverfahren ist etwas teurer als die herkömmliche Erstellung eines Gebäudes in einer offenen Baugrube. Es gilt aber zu bedenken, dass kein zusätzliches Bauland gebraucht wird. Raumgewinnung unter bestehenden Räumen kann und muss unter dem Kapitel verdichtetes Bauen abgehandelt werden und ist heutzutage Bestandteil von Raumplanungs- und Bauordnungsrevisionen. Die betrieblichen Vorteile eines weiteren Geschosses unter dem bestehenden Bundeshaus Ost wird Ihnen der Delegierte der Verwaltungsdelegation, Kollege Hansjörg Walter, erläutern.

Ich bitte Sie aufgrund der genannten Argumente und der aufgezeigten Sachlage, meinem Einzelantrag zuzustimmen. [PAGE 1832]