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AB 161866

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2014-06-16

Wortprotokoll

Laut der Studie sind die durch den Pflanzenschutzmitteleinsatz verursachten Kosten auf Gesundheitsschäden, Ökosystemschäden und Regulierungsaufwand zurückzuführen. Die ausgewiesenen Regulierungskosten in der Höhe von 20 Millionen Franken können zum Teil mit der bereits heute bestehenden, umfassenden Überprüfung der Zulassungsanforderungen, der Weiterentwicklung des Rechts sowie mit Kontroll- und Beratungsaufgaben erklärt werden. Dies stellt sicher, dass Pflanzenschutzmittel erst angewendet werden, wenn sie bei vorschriftsgemässem Einsatz keine unannehmbaren Nebenwirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt haben.

Die Kosten in der Höhe von 30 bis 80 Millionen Franken, die gemäss Studie auf Gesundheits- und Ökosystemschäden zurückzuführen sind, sind für den Bundesrat im Moment nicht nachvollziehbar. So kann zum heutigen Zeitpunkt nicht gesagt werden, wie viel Ermessen den Kostenschätzungen unterliegt. Zudem ist den Kosten der Nutzen gegenüberzustellen. Die Experten der zuständigen Ämter werden sich in Kürze mit den Autoren der Studie treffen. Insbesondere das Verständnis der Kostenberechnung wird es erlauben abzuschätzen, ob die Resultate plausibel sind und ob weiterer Forschungsbedarf besteht.

Vor Kurzem hat der Bundesrat die Erarbeitung eines Aktionsplans zur Risikominimierung und zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln beschlossen. Dieser wird bestehende Massnahmen zur Risikominderung beim Pflanzenschutzmitteleinsatz verbessern und allenfalls zusätzliche Massnahmen enthalten, um das Kosten-Nutzen-Verhältnis weiter zu verbessern.

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