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preparatory:AB 162689

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2013-09-26

Wortprotokoll

Herr Altherr, die Profile von Fachhochschulen und Unis sind unterschiedlich; das soll so bleiben. Die Fachhochschulen sollen anders positioniert bleiben, als es die Unis sind. Deshalb habe ich jetzt von Ihnen mit Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen, dass Sie auch die bundesrätliche Meinung vertreten, wenn es um Doktorate hier oder dort geht.

Was die finanziellen Leistungen des Bundes anbetrifft: Herkömmlicherweise machen die Betriebsbeiträge für Lehre und Forschung - das wird nicht auseinandergenommen - in etwa 30 Prozent bei den Fachhochschulen und 20 Prozent bei den Unis aus. Wenn man dann noch die gesamten Bundesbeiträge und die gesamten Betriebskosten zusammenzählt, dann liegt der Bundesbeitrag sowohl bei den Fachhochschulen wie auch bei den Unis in der Grössenordnung von 25 Prozent.

Was ändert mit dem Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz (HFKG)? Wenig! Der Bund beteiligt sich an den typenspezifischen Grundfinanzierungen; das bleibt weiterhin so. Das HFKG ermöglicht es aber, dass die Gewichtung der Forschung insgesamt und auch die Gewichtung der Fachhochschulforschung etwas gestärkt werden kann. Dem werden wir Beachtung schenken. Aber es ist natürlich schon so: Die Träger sind die Kantone; sie sind in erster Linie weiterhin gefordert.

Noch ein Wort zur bereichsspezifischen Forschung: Sie wissen, dass der Schweizerische Nationalfonds eine Kategorie im Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung geschaffen hat. Damit sind vor allem die Bereiche der Gesundheit, der sozialen Arbeit und der Kunst (GSK) gemeint. Das ist auch eine Nachfolgefinanzierungsmöglichkeit für das bisherige Dore-Instrument. Es stehen also für den GSK-Bereich - wenn ich Sie richtig verstehe, ist dieser spezifisch angesprochen - weiterhin Förderunterstützungen zur Verfügung.

Ich habe Ihre Empfehlungen mitgenommen. Die unterschiedlichen Ausgangslagen sind anerkannt, und eine differenzierte Forschungsförderung ist unsere Absicht. So gesehen, ist Ihre erste Frage mit Ja beantwortet.

Was das praxisorientierte Profil betrifft, das bleiben soll, so ist auch diese Frage mit Ja beantwortet. Ich bestätige Ihnen auch ganz ausdrücklich, dass wir beim Nationalfonds darauf hinwirken, dass er sich der spezifischen Ausgangslage bei der Fachhochschulforschung, vor allem in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Kunst, annimmt.