preparatory:AB 165732
Quadranti Rosmarie · Nationalrat · Zürich · Fraktion BD · 2014-03-19
Wortprotokoll
Ich mache noch eine kurze Zusammenfassung der gestrigen Debatte und der debattierten Punkte aus Sicht der Kommission.
Die Mehrheit der Kommission anerkennt die Notwendigkeit der Totalrevision; dies auch als Ausdruck dafür, dass man mit der Stipendien-Initiative tatsächlich den Finger auf einen wunden Punkt legt. Die Mehrheit der Kommission befürwortet die Chancengerechtigkeit. Das heisst, es geht nicht darum, dass jeder und jede ein Studium ergreifen können soll; sondern es geht darum, dass alle diejenigen, die die Fähigkeit dazu haben, ein Studium aufnehmen können, und zwar unabhängig vom Wohnkanton und vom sozioökonomischen Hintergrund. Das ist die Meinung der Mehrheit. Wir befürworten also, dass nicht nur Kinder aus Akademikerfamilien und aus dem oberen Mittelstand, sondern eben auch Kinder aus Arbeiterfamilien und Kinder von alleinerziehenden Müttern ein Studium aufnehmen können, sofern sie die entsprechenden Fähigkeiten haben. Es soll nicht wichtig sein, wo die Studierwilligen wohnen.
Der Handlungsbedarf ist erkannt. Trotz allem sagt die Mehrheit Nein zur Stipendien-Initiative; sie geht der Mehrheit zu weit. Sie sagt aber deutlich Ja zum Eintreten auf die Vorlage 2. Die Mehrheit anerkennt, dass Handlungsbedarf besteht. Die Mehrheit sagt auch Ja zur Kommissionsmotion 14.3006, weil sie überzeugt ist, dass der Bund sein Engagement verstärken muss. Denn auch der Bund muss dazu beitragen, dass alles Mögliche gemacht wird, damit fähige Menschen in unserem Land die für sie passende Ausbildung in Angriff nehmen können.