Studer Heiner · Nationalrat · 2001-12-06
Studer Heiner · Nationalrat · Aargau · Evangelische und Unabhängige Fraktion · 2001-12-06
Wortprotokoll
Frau Simoneschi hat dargelegt, dass dies das Resultat einer breiten interfraktionellen Zusammenarbeit ist. Wir haben um eine gute und zukunftsgerichtete Lösung gerungen. Weil die Berufsbildung nun einmal in erster Linie eine Bundessache ist - sonst würden wir diese Grundlagen jetzt nicht im Berufsbildungsgesetz regeln -, soll der Bund auch dieses Zentrum führen. Wir wollen nicht etwas Gemischtes. Dass wir mit den Kantonen zusammenarbeiten wollen, ist logisch. Diese Zusammenarbeit brauchen wir. Es braucht eine Aufgabenteilung, aber das hier muss der Bund in der Hand behalten. Wir haben auf diese Schnittstellen - wo die Zusammenarbeit sein muss - eben Rücksicht genommen.
Da ich Sie mit einem zweiten Votum meinerseits verschone und Peter Föhn den Antrag, den ganzen Bereich Berufsberatung zu streichen, schon begründet hat, sage ich nur: Ich bin auch Interessenvertreter. Ich bin Präsident einer Berufs- und Laufbahnberatung.
Wir wollen das nicht einfach, weil wir meinen, wir bekommen mehr Geld, sondern weil wir zutiefst davon überzeugt sind, dass auch im Bereich der Berufsberatung Normen, Kriterien und Qualitätsvorschriften auf Bundesebene - für das ganze Land - sichergestellt werden müssen. Es geht also um die Qualität, und hier hat eben der Bund Vorrang. Es gehört auch zur Aufgabenteilung, dass wir diese Priorität beim Bund lassen.