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preparatory:AB 193518

Landolt Martin · Nationalrat · Glarus · Fraktion BD · 2015-12-15

Wortprotokoll

Die BDP-Fraktion unterstützt hier die Minderheit II (Büchler Jakob) und somit den Entwurf des Bundesrates. Wir wollen keine Kürzung bei der Erneuerung des Duro. Wir massen uns nicht das Fachwissen an, bei diesem Lastwagen jede Schraube zu kennen. Wir haben aber zur Kenntnis genommen, dass sich zahlreiche Fachleute über einen längeren Zeitraum mit diesem Unterfangen befasst haben. Wir haben dabei zur Kenntnis genommen, dass es offenbar keine adäquaten Alternativen gibt, die auf dem Markt verfügbar sind. Wir haben zur Kenntnis genommen, dass für die bestehenden Getriebe in absehbarer Zeit keine Ersatzteile mehr verfügbar sein werden. Wir haben auch zur Kenntnis genommen, dass sowohl die Sicherheit der Insassen wie auch die ökologischen Werte des Fahrzeuges erhöht werden.

Wenn wir heute den Gesamtkredit für das Rüstungsprogramm im Sinne der Kommissionsmehrheit kürzen und die Werterhaltung nicht in dem Ausmass, wie es der Bundesrat vorschlägt, anstreben, dann geben wir das Gesamtpaket auf. Wir machen damit das Fahrzeug zu einem Flickwerk, zu einer Dauerbaustelle. Es ist absehbar, dass wir irgendwann nachholen müssen, was wir heute schon hätten in die Wege leiten können, oder es wird sich zu gegebener Zeit unter Umständen die Frage einer Neuanschaffung stellen. Ob diese dann besser und billiger sein wird, ist zurzeit Bestandteil von Behauptungen. Es ist aber absehbar, dass wir ein neues Fahrzeug mit grösster Wahrscheinlichkeit im Ausland einkaufen würden. Wir würden also heute ganz bewusst den 138 betroffenen Lieferanten in der Schweiz die willkommenen Aufträge verwehren, um dann die Wertschöpfung zu einem späteren Zeitpunkt womöglich im Ausland zu platzieren. Das entbehrt nun wirklich jeglicher wirtschaftspolitischen Logik und entspricht übrigens auch nicht den Botschaften, die wir wahrscheinlich in allen Parteiprogrammen finden würden. Es kann doch nicht sein, dass wir hier drin krampfhaft ein Haar in der Suppe suchen, während draussen unser Gewerbe um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpft. Es kann doch nicht sein, dass wir auf die Werterhaltung eines für die Schweiz konzipierten und in der Schweiz gebauten Fahrzeuges verzichten, zugunsten von möglichen ausländischen Alternativen, die wir noch gar nicht kennen - dies ausgerechnet im aktuellen Umfeld und ausgerechnet im Namen der Schweizer Armee. [PAGE 2209]

Wenn wir dem Entwurf des Bundesrates folgen, erhalten wir ein Fahrzeug mit mehr Sicherheit und mehr Ökologie. Wir erteilen Aufträge an 138 einheimische Unternehmen in vierzehn Kantonen. Ich weiss nicht, wie wir es diesen Unternehmen und ihren Arbeitnehmenden erklären wollen, wenn wir das nicht tun. Ich zumindest kann das nicht.

Die BDP-Fraktion unterstützt deshalb die Minderheit II (Büchler Jakob). Ich bitte Sie, dies ebenfalls zu tun.