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Leuthard Doris · Bundesrat · 2015-12-16

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2015-12-16

Wortprotokoll

Selbstverständlich steht die SRG auch mit ausländischen Sendern und deren Werbefenstern sowie mit Online-Plattformen im Wettbewerb. Sie - und andere hier im Saal auch - sind noch im Alter, in dem man mit dem Smartphone über Netflix und über andere Plattformen TV-Sendungen, Unterhaltungssendungen, Sportsendungen konsumiert. Das ist heute bereits Realität. Ich habe es vorhin schon gesagt: Im TV-Bereich hat die SRG einen Marktanteil von 32,5 Prozent. Heute ist der Auftrag der Verfassung an die SRG, Radio und Fernsehen anzubieten; das ist ja durch die Konzession abgedeckt. Im Radiobereich hat sie einen Marktanteil von 65 Prozent. Das ist die heutige Realität.

Nochmals: Im Internet darf sie eine eingeschränkte publizistische Leistung erbringen, aber keine Werbung betreiben. Dort herrscht freier Wettbewerb; das sieht man an den Werbegeldern. Deshalb ist es für die Verleger auch so schwierig; der Printbereich verliert Gelder, er verliert Inserate und damit Werbegelder, und er verliert Aufmerksamkeit. Ein Grossteil der heutigen Konsumenten erwirbt kein Zeitungsabonnement mehr, sondern informiert sich über Online-Plattformen.

Sie hier im Saal sind am Morgen und während des ganzen Tages auf den Online-Seiten des "Tages-Anzeigers", des "Blicks", der "NZZ", vielleicht auch der "Weltwoche" ab und zu und am Schluss auch auf denjenigen der SRG. Das ist doch eine Realität. Sie können doch nicht den Service public der Zukunft mit einem Konzept bestimmen, das von gestern ist.

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