Wobmann Walter · Nationalrat · 2016-03-17
Wobmann Walter · Nationalrat · Solothurn · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2016-03-17
Wortprotokoll
Nach dem Standesvertreter des Kantons Aargau kann ich es kurz machen. Ich spreche zu beiden Standesinitiativen, es handelt sich ja eigentlich um fast die gleiche Thematik.
Beide Ausbauanliegen sollen im Engpassbeseitigungsprogramm dem Modul 2 statt dem vorgesehenen Modul 3 zugeführt werden. Über 7 Millionen Fahrzeuge sind täglich auf dem Schweizer Autobahnnetz unterwegs. Ein Drittel davon, Sie hören richtig, sind alleine auf der ganzen A1, und über 100 000 Fahrzeuge sind täglich auf der A1 im Kanton Aargau unterwegs. Sie sehen die Dringlichkeit dieses Anliegens. Zwischen Bern und Winterthur sind auf gewissen Streckenabschnitten täglich über 80 000 Fahrzeuge unterwegs; ausgelegt wurde die vierspurige Strecke seinerzeit für nur 40 000 Fahrzeuge. Sie sehen die Zunahme, das Verkehrsaufkommen hat sich in dieser Zeit insgesamt verdoppelt. Die gleiche Situation haben wir bekanntlich auch bei der Strecke Bern-Wankdorf-Muri, wo täglich rund 70 000 Fahrzeuge unterwegs sind. Dort ist es auch wichtig, dass das Berner Oberland gut an die Region und die Stadt Bern angeschlossen ist.
Auf dem Schweizer Autobahnnetz werden jährlich gegen 25 000 Staustunden gezählt; etwa 12 000 sind es allein auf der A1. Das ist wirklich mit Abstand die meistbefahrene Strecke in der Schweiz. Sie sehen, der Verkehr nimmt zu, unter anderem auch wegen der Bevölkerungszunahme von einer Million Personen innerhalb von 20 Jahren. Jährlich sind es derzeit zwischen 70 000 und 80 000 Personen. Es besteht also wirklich dringender Handlungsbedarf. Man muss hier aktiv werden.
Ich bitte Sie, beiden Standesinitiativen Folge zu geben.
[VS]