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Theiler Georges · Nationalrat · 2002-03-21

Theiler Georges · Nationalrat · Luzern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-03-21

Wortprotokoll

Ich hätte nie gedacht, dass das Tempo in diesem Saal gegen Schluss noch zunimmt, aber ich musste mich effektiv sputen, um ans Rednerpult zu gelangen.

Im Raum Luzern haben wir ein Zirkulationsproblem. Die Nord-Süd-Achse, der überregionale Verkehr und letztlich auch die Situation mit der Kreuzung der A2 mit der A14 führen zu einer Massierung des Verkehrs im Raum Luzern. Leider hat man - ich würde fast sagen - einen Planungsfehler begangen, weil man die A2 mitten durch die Agglomeration Luzern geführt hat. In der Zwischenzeit sind Jahre vergangen, und man ist auch zu neuen Erkenntnissen gekommen. Aber die Situation, wie wir sie heute haben, belastet die Stadt Luzern bezüglich Lärm und der fast täglichen Staus. Die Ausfahrten in die Stadt hinein und aus der Stadt heraus sind blockiert, was zu Rückstaus auf der A2 führt. Diese Rückstaus sind bekanntlich nicht nur für jene gefährlich, die ausfahren, sondern auch für diejenigen, die auf der Nord-Süd-Achse zirkulieren.

Wenn ich den Prognosen glauben will, welche die EU verkündet hat und welche auch unsere Verkehrsplaner als Basis nehmen, so ist in den nächsten 20 Jahren mit einer Verkehrszunahme von 30 Prozent zu rechnen. Das wird zu regelmässigen Stausituationen, ja zu einem Verkehrskollaps führen, wenn wir nichts tun.

Was tut der gesund reagierende Mensch, wenn er Zirkulationsstörungen hat? Er lässt sich einen Bypass verpassen. Genau das hat die Luzerner Regierung nun auch vor: Sie hat mit allen Beteiligten ein Konzept erarbeitet - ein Konzept, das den privaten Verkehr erfasst, das aber auch den öffentlichen Verkehr mit einer S-Bahn Zentralschweiz erfasst - und hat dieses dem Grossen Rat vorgelegt. Der Grosse Rat von Luzern hat diesem Konzept grossmehrheitlich zugestimmt. Man kann also davon ausgehen, dass die politische Mehrheit der Luzerner dahinter stehen wird. Es wird verlangt, dass dieser Bypass zusätzlich ins Nationalstrassennetz aufgenommen wird, sodass der Nord-Süd-Verkehr vom Regionalverkehr, aber auch vom Verkehr in Richtung Zürich getrennt werden kann. Er ist klar die Meinung, dass dieser Bypass nach der Fertigstellung des Nationalstrassennetzes gebaut wird. Dass wir uns jetzt rechtzeitig darauf vorbereiten müssen, ist auch klar. Die Planung ist also an die Hand zu nehmen.

Ich danke dem Bundesrat, dass er bereit ist, meinen Vorstoss, welcher als Motion eingereicht worden ist, als Postulat entgegenzunehmen. Ich bin damit einverstanden. Ich sehe die Problematik, dass man die verschiedenen Bereiche, welche schweizweit zur Diskussion stehen, in einem Gesamtpaket behandeln muss, und ich bin damit einverstanden, dass man die Diskussion im Zusammenhang mit der Diskussion um den Sachplan Strasse - für das Jahr 2004 wurde er uns zugesagt - definitiv führt. Aber ich bin natürlich dankbar, wenn dieser Bypass in diesen Sachplan aufgenommen wird.