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Burkhalter Didier · Bundesrat · 2016-12-05

Burkhalter Didier · Bundesrat · Neuenburg · 2016-12-05

Wortprotokoll

Es gibt für ein solches Projekt zuerst Verträge, die ganz klar sagen, was mit diesem Geld, dieser Unterstützung der Schweiz gemacht wird und was nicht. Dann gibt es regelmässige Berichte, die aufzeigen, ob die Projekte auf der Linie der Verträge sind oder nicht. Dann gibt es Finanzaudits, und da kann man auch mit unabhängiger Hilfe manchmal prüfen, ob es wirklich nötig ist, die Projekte zu ändern oder zu beenden - dies war hier nicht der Fall. Dann gibt es ein Monitoring durch uns selbst. Und in diesem Fall gibt es noch eine Präsenz der Schweiz während der verschiedenen Veranstaltungen.

Was wurde da gemacht? Eigentlich wurde genau das gemacht, was wir in der Schweiz als Hauptwerte haben: Dialog, politische Partizipation, Verständnis und Bewusstsein für den Friedensprozess wecken, der im Gang war. Wissen Sie, ich war auch persönlich einmal dort und habe mit Leuten gesprochen, und es hat mich vor allem überrascht und beeindruckt, wie wenig sie vom Friedensprozess wussten, und vor allem, wie wenig sie daran glaubten. Ich habe ganz junge Leute gesehen. Ich kann mich noch an eine ganz junge, etwa 21 Jahre alte Mutter mit fünf Kindern erinnern, die alles verloren hatte; das war eine dieser vertriebenen Personen. Sie hat mir ganz klar gesagt, sie glaube nicht an den Frieden, weil es schon seit Generationen nur Krieg - nur Krieg! - gibt. Für sie war einfach nur das vorstellbar. Darum war eine inklusive Teilnahme dieser armen, vertriebenen Leute vor allem in jener Zeit, um 2014/15, so wichtig, damit es in diesem Land und vor allem in gewissen Gegenden auch wieder einmal Frieden gibt.