Lombardi Filippo · Ständerat · 2016-12-05
Lombardi Filippo · Ständerat · Tessin · CVP-Fraktion · 2016-12-05
Wortprotokoll
Ich spreche ungern nach dem Herrn Bundesrat. Die Auslandschweizer-Organisation versucht aber tatsächlich seit Jahren, ihre Leser zu überzeugen, die elektronische Fassung zu beziehen. Bis jetzt hat das aber nur ein Viertel der Leser gemacht. Die Zahl derjenigen, die wechseln, steigt jährlich, aber nicht im gewünschten Ausmass.
Wenn Sie argumentieren, dass Sie eine der sechs Jahresausgaben streichen, okay, dann sparen Sie 300 000 Franken plus 100 000 Franken für den Wechsel auf die elektronische Fassung. Man kann die Leute aber nicht forcieren, von einem Jahr auf das andere in so grosser Anzahl zur elektronischen Fassung zu wechseln. Man würde dann einfach auf den Versand in gewisse Länder verzichten müssen. Man würde gewisse Auslandschweizer nicht mehr bedienen, man würde sie verlieren.
Noch eine letzte Bemerkung: Eine Umfrage hat etwas gezeigt, was, glaube ich, jeder von uns versteht, weil es uns genau gleich passiert. Wenn wir diese Newsletter elektronisch mit unseren Mails erhalten, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man sie gleich löscht oder am Ende der Liste mit den Mails belässt und sie ein Jahr später von selbst gelöscht werden.
Wenn man diese sechs Ausgaben pro Jahr auf Papier bekommt, dann ist das wirklich ein Bindeglied mit der Schweiz. Das hat einen hohen Wert. Ich würde nicht sagen, dass man eine der sechs Ausgaben einfach so streichen kann. Wenn wir das tun, dann entsprechen wir nicht dem, was wir mit dem Auslandschweizergesetz soeben beschlossen haben. Wir haben darin vorgesehen, dass der Bund verpflichtet ist, die Auslandschweizer mit allen bestehenden Mitteln ausreichend zu informieren.