Hess Hans · Ständerat · 2002-03-13
Hess Hans · Ständerat · Obwalden · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2002-03-13
Wortprotokoll
Ich hatte ja bereits gestern die Gelegenheit, meine Ausführungen zur [PAGE 148] Dauer der Rekrutenschule zu machen. Ich beantrage Ihnen, der Kommissionsmehrheit zu folgen.
Ich fasse mich kurz: Ich bin der Überzeugung, dass die Rekrutenschule keinen Tag länger dauern darf, als sie unbedingt dauern muss. Ich habe gestern ausgeführt, dass wir ganz eindeutig festgestellt haben, dass die Armeewissenschaft keine exakte Wissenschaft ist. Bis heute konnte man mir nicht schlüssig darlegen, weshalb man auf 20 Wochen gehen soll und weshalb 18 Wochen nicht genügen. Wir haben auch darauf hingewiesen, dass wir einen grundlegenden Wechsel in der Ausbildung haben: Wir haben jetzt Lehrverbände, die die Rekruten ausbilden werden. Uns hat man damals gesagt, es sei nicht gut, wenn Lehrlinge Lehrlinge ausbilden. Das ist jetzt vorbei. Professionelle Leute werden diese Rekruten ausbilden.
Wenn ich jetzt das Ganze anschaue, bekomme ich den Eindruck, dass es heute einfach darum geht, dass die Lehrverbände noch nicht genügend Personal haben, dass diese Lehrverbände noch nicht stehen. Weil man zu wenig Personal hat, will man die Rekrutenschule verlängern, damit dann die wenigen Ausbildner über längere Zeit ausbilden können. Aber es kann natürlich nicht zulasten der Miliz gehen, wenn die Lehrverbände heute noch nicht stehen.
Ich bin der Überzeugung, dass die anderen Gründe, die für eine kürzere Dauer der RS sprechen, noch von unserem Antragsteller Kollege Merz vorgetragen werden. Ich will zudem nicht wiederholen, was schon gesagt worden ist.