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Müller Damian · Ständerat · 2017-12-05

Müller Damian · Ständerat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion · 2017-12-05

Wortprotokoll

Ich erlaube mir, zur Position "Ausserschulische Kinder- und Jugendförderung" zu sprechen.

Die im Voranschlag 2018 des Bundesrates vorgesehene Kürzung der Ausgaben für die ausserschulische Kinder- und Jugendförderung um 10 Prozent geht aus meiner Sicht zu weit. Denn diese Kürzungen schaden direkt den traditionellen Jugendverbänden wie Pfadi, Jungwacht, Blauring und so weiter, und diese Verbände ermöglichen es unseren Jugendlichen und Kindern, Erfahrungen zu sammeln und Kompetenzen zu erlernen, um später in Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Und diesbezüglich leisten diese Verbände gleichzeitig einen grossen Beitrag für unser Land. In diesem Sinne sind Ausgaben für die Förderung unserer Jugend Investitionen in die Zukunft.

Wir müssen uns bewusst sein, dass auch die Aufgaben der Jugendförderung und die Erwartungen an sie laufend zunehmen, zum Beispiel bezüglich der Professionalisierung der Betreuung, aber auch bezüglich Prävention und Integration von Jugendlichen. Gleichzeitig nimmt die Bereitschaft von freiwilligem Engagement von Jugendlichen ab, und dieser Entwicklung müssen wir ebenfalls Rechnung tragen. Wir müssen sogar Gegensteuer geben. Wenn wir aber die Unterstützungsgelder kürzen, treffen wir genau jene Organisationen, welche die beste Arbeit leisten, und das ist weder gesellschaftsoffen noch vernünftig, sondern vielmehr kurzsichtig.

Die im Ständerat beantragte moderate Kürzung von 3 Prozent ermöglicht es, die Arbeit in der Kinder- und Jugendförderung weiterzuführen. Verzichten wir also auf die massiven Kürzungen, die Bundesrat und Nationalrat vorgeschlagen haben, und setzen wir damit ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Hunderttausenden von Freiwilligen, die sich in der Kinder- und Jugendförderung engagieren. Diese Menschen leisten einen enorm wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft.[GZ]

Deshalb bitte ich Sie, die Mehrheit zu unterstützen.