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AB 230293

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2018-06-04

Wortprotokoll

Im April hat sich die Schweizer Delegation anlässlich der Frühjahrstagung der Weltbank mit dem für den Bericht verantwortlichen Chefökonomen ausgetauscht. Dabei wurden die Schweizer Anliegen eingebracht. Insbesondere das duale Bildungssystem der Schweiz und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit wurden besprochen. Alle waren sich einig, dass die Schaffung von guten Arbeitsplätzen, "more and better jobs", zentral ist für die Bekämpfung der Armut.

Auf technischer Ebene hat vergangene Woche in Genf ein Austausch mit der Weltbank zum Weltentwicklungsbericht stattgefunden. Dabei ging es um einen kohärenten Ansatz mit anderen internationalen Organisationen. Kohärenz ist wichtig, und die Schweiz setzt sich jeweils in ihren Interventionen dafür ein. Das heisst aber nicht, dass es nicht einen gewissen Wettbewerb der Ideen geben darf. Verschiedene Organisationen haben unterschiedliche Blickwinkel, und das ist gut so.

Die Schweiz ist keine aktive Partnerin des Global Deal. Das vom Global Deal vertretene Anliegen, die Herausforderungen des globalisierten Arbeitsmarktes gemeinsam anzugehen, vertritt aber auch die Schweiz. Das Ziel der Schaffung und Förderung menschenwürdiger Arbeit, "decent work", wird jedoch durch andere, bereits bestehende Initiativen sowie die Partnerschaften der Schweiz mit Uno-Organisationen, insbesondere der IAO, abgedeckt.

Im Übrigen soll der Weltentwicklungsbericht voraussichtlich Ende 2018 in der Schweiz präsentiert werden.

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