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Bezzola Duri · Nationalrat · 2000-03-15

Bezzola Duri · Nationalrat · Graubünden · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2000-03-15

Wortprotokoll

Bei meinem Antrag geht es nicht um mehr Geld, sondern um vernünftige, kombinierte Transportlösungen. In Artikel 7 geht es um Ausnahmebewilligungen für den Holztransport auf der Strasse, konkret um die Möglichkeit, Holz mit 40-Tonnen-Fahrzeugen zu transportieren. Mein Antrag will lediglich ein fehlendes Glied in die Transportkette einbauen.

Sowohl im Entwurf des Bundesrates als auch im Antrag der Mehrheit fehlt ein wichtiges Element. Dieses braucht es, damit wirklich die Möglichkeit besteht, Holz von den Schadenplätzen in unserem Land rasch mit der Bahn und mit Lastwagen zu den geeigneten Betrieben wie Sägereien und Spanplattenwerken zu transportieren. Damit können auch Arbeitsplätze gesichert und erhalten werden. Wenn allerdings dem Minderheitsantrag Triponez zugestimmt wird, ist mein Antrag überflüssig, womit es sich bei meinem Antrag um einen Eventualantrag handelt.

Es gibt Regionen, die von Lothar glücklicherweise verschont geblieben sind. In diesen Kantonen werden die Wälder bis auf weiteres nur minimal oder überhaupt nicht genutzt. Die Betriebe in diesen verschont gebliebenen Regionen, Spanplattenwerke usw., sind daran interessiert, möglichst viel Holz aus den Schadengebieten zu beziehen. Das ist wünschenswert und nötig; das verhindert auch das Anlegen von Zwischenlagern und reduziert damit Kosten. Auch aus diesen Gründen müssen die Transportkosten minimiert werden; die Bahnen haben übrigens bereits sehr attraktive Angebote unterbreitet.

Damit eine sinnvolle Zusammenarbeit mit den Bahnen erfolgen kann, genügt es nicht, wenn man nur für die Strecken zwischen den Schadenplätzen und dem nächstgelegenen Verladebahnhof Ausnahmen gewährt, sondern es ist auch wichtig, dass man ebenfalls für die Strecken vom letzten für den Ablad des Holzes geeigneten Bahnhof bis zu den Sägereien, Spanplattenwerken usw. Ausnahmebewilligungen erteilen kann.

Ich kann Ihnen ein Beispiel aus meinem Kanton nennen: Der Kanton Graubünden ist - wie bereits gesagt - glücklicherweise von Lothar verschont geblieben. Grössere Mengen Holz werden aus den Schadengebieten zu den verarbeitenden Betrieben in unserem Kanton transportiert. Es ist wichtig, dass auch hier die Transportkette funktioniert, dass man also die Transporte auf der Bahn optimiert und vom [PAGE 240] Schadenplatz zum ersten Bahnhof, aber auch vom letzten Bahnhof bis zu den Holz verarbeitenden Betrieben 40-Tonnen-Lastwagen einsetzen kann.

Ich bitte Sie deshalb, meinem Antrag zuzustimmen, weil er auf die einheimischen Betriebe Rücksicht nimmt, die Bahntransporte optimal fördert und keine zusätzlichen Kosten für den Bund verursacht.