Frick Bruno · Ständerat · 2002-06-04
Frick Bruno · Ständerat · Schwyz · Christlichdemokratische Fraktion · 2002-06-04
Wortprotokoll
Wenn ich die Anträge richtig verstehe, wollen sie eine Dauer von drei Wochen einführen. Ich frage mich, ob das sachgerecht ist, und zwar aus folgendem Grund: Hinsichtlich der Rekrutenschule stehen wir in der Diskussion, ob wir künftig nicht flexible Lösungen einführen wollen, ob wir uns auf 18 oder 21 Wochen fixieren wollen. Nun frage ich mich, ob es beim Zivilschutz richtig ist, auf Gesetzesstufe eine Mindestdauer zu fixieren, ohne konkret die Ausbildungsbedürfnisse zu kennen. Gewinnen wir nicht mehr, wenn wir eine flexible Dauer einführen und diese dann nach dem Ausbildungsinhalt, der vermittelt werden muss, definieren können? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nicht jeder Zivilschutzpflichtige drei Wochen Ausbildung braucht. Es gibt wirklich einfache Ausbildungen, bei denen die beruflichen Voraussetzungen mitgebracht werden, wo in der Tat drei Wochen zu viel sind. Wir kennen doch die Bilder aus der Rekrutenschule, aus dem Militärdienst, wo die Zeit gefüllt und totgeschlagen werden muss. Das möchte ich bei einem modernen Zivilschutz vermeiden. Ich glaube, die Lösung des Bundesrates, welche die Kommission befürwortet, verdient hier den Vorzug vor einer starren Mindestregelung, die auf die konkreten Ausbildungsinhalte keine Rücksicht nimmt.