preparatory:AB 246945
Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2019-06-13
Wortprotokoll
Eigentlich betrachten wir die Motion, wie sie Herr Schmid formuliert hat, als erfüllt. Frauen können länger arbeiten, bis zum 65. Altersjahr; Bundesangestellte, Männer und Frauen, können auf Wunsch bis 70 arbeiten. Es sind eigentlich zwei Punkte, die wir verbessern müssen.
Der erste ist mental: Wir müssen mit den Leuten ein, zwei Jahre vor Erreichen des Pensionsalters ein Gespräch führen und fragen: Möchtet ihr weiterarbeiten? Wie lösen wir das? Möchtet ihr noch 100 Prozent arbeiten? Wie auch immer, dieser Automatismus fehlt noch. Wir sind daran, ihn zu implementieren. Bei Kaderangestellten funktioniert dies bereits, ich glaube aber, es muss durchgehend funktionieren. Es gibt meiner Meinung nach recht viele Frauen und Männer, die über das Pensionsalter hinaus arbeiten würden. Wenn ich bei meinen Leuten bin und spontan frage, stelle ich jeweils fest, dass sich bis zu ein Drittel meldet und sagt, dass sie länger arbeiten würden. Diese Mentalität ist vorhanden; ich glaube, das müssen wir weiter fördern. Diese Gespräche bei den Vorgesetzten zu führen und diese Offenheit dort, wo der Bedarf besteht, grundsätzlich auch zu signalisieren ist das eine.
Der zweite Punkt, den wir verbessern, ist die Administration. Im Moment haben wir aufgrund der gesetzlichen Vorlagen die Auflage, nach Erreichen des Pensionsalters einen neuen Vertrag auszuarbeiten. Das müssen wir noch beseitigen, das ist Unsinn - aber da sind wir dran.
Damit erachten wir die Motion grundsätzlich als erfüllt. Wir arbeiten daran und haben die gleiche Absicht. Aus unserer Sicht ist es daher nicht nötig, diese Motion anzunehmen, weil wir ohnehin daran arbeiten.