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AB 24933

Pfister Theophil · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2002-09-19

Wortprotokoll

Ich bin meinem Vorredner für die praxisorientierten Argumente in dieser Sache sehr dankbar. Der generelle Einbezug von Kunst und Kultur und einer zweiten Sprache in den Unterricht der Berufsfachschule ist in vielen Berufen unbestritten, aber eben nicht in allen. Das Anliegen wurde in der WBK eingehend diskutiert. Aber es gibt nun eben Berufe, bei denen die Berufsbildung schwergewichtig in der Arbeitswelt erfolgt, wodurch die zeitlichen Möglichkeiten für den allgemein bildenden Teil limitiert sind. Diese Forderung geht deshalb total an der Realität vorbei; fragen Sie hier einmal die Fachleute.

Wenn wir diese Limiten nicht beachten, gefährden wir nicht nur das Lehrstellenangebot, sondern wir leisten auch den Lehrlingen keinen guten Dienst. Wir alle wollen die Berufsausbildung verbessern, das ist unbestritten. Aber wir dürfen nicht Dinge in ein Gesetz aufnehmen, die sich in der Ausführung negativ auswirken können. Wo eine zweite Fremdsprache richtig ist und wo Kunst und Kultur auch einen Platz in der Berufsbildung haben, ist darum individuell nach Berufsgruppen zu formulieren. Damit gehört diese Bestimmung in die Verordnung und nicht in das Gesetz.

Ich bitte Sie namens der SVP-Fraktion, dem Antrag der Minderheit Wandfluh zuzustimmen.

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