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preparatory:AB 256808

Gössi Petra · Nationalrat · Schwyz · FDP-Liberale Fraktion · 2019-12-19

Wortprotokoll

Die FDP-Liberale Fraktion erachtet die freiwillige Einführung von Loyalitätsaktien als ein mögliches Mittel, um der Tendenz zu immer mehr Kurzfristigkeit im Kapitalmarkt entgegenzuwirken. Deshalb unterstützen wir mehrheitlich die Kommissionsmehrheit. Wenn ein Unternehmen solche Aktien einführen will, dann soll es diese Möglichkeit haben.

Bei kurzfristig denkenden Aktionären steht manchmal auch die kurzfristige Maximierung des Börsenwertes des Unternehmens im Zentrum. Das Management wird gezwungen, in immer kürzeren Abständen Erfolge vorzuweisen. Aktionäre, die hingegen auf eine mehrjährige Haltedauer ausgerichtet sind, tragen die Strategie des Managements mit, die in der Regel auf mehrere Jahre ausgerichtet ist. Das entspricht denn auch der Zielsetzung vieler Publikumsgesellschaften, langfristigen und nachhaltigen Wert zu schaffen. Zudem kann mit Aktien, die auf eine langfristige Haltedauer ausgelegt sind, auch der Bestand an anonym gehaltenen Dispo-Aktien reduziert werden, weil sich nämlich langfristig denkende Aktionäre vermehrt ins Aktienregister der Gesellschaft werden eintragen lassen.

Mein Vorredner hat es bereits erwähnt: Erfahrungen aus anderen Ländern wie zum Beispiel Frankreich zeigen, dass von der Option einer Loyalitätsdividende zwar nicht übermässig Gebrauch gemacht wird, dass aber bei denjenigen Gesellschaften, die solche Aktien eingeführt haben, die Anzahl der Personen, die längerfristig Aktionär bleiben, deutlich gestiegen ist.

Ich bitte Sie deshalb ebenfalls, der Kommissionsmehrheit zu folgen.