Walter Hansjörg · Nationalrat · 2002-10-02
Walter Hansjörg · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2002-10-02
Wortprotokoll
Ich vertrete tatsächlich die andere Auffassung in unserer Partei, aber ich bin ja auch direkt als [PAGE 1593] Bauer angesprochen worden. Verbindungen mit Greenpeace, mit Umweltschutzorganisationen, mit Konsumentenschutzorganisationen spielen für mich überhaupt keine Rolle. Wir diskutieren über die Sache und über die Ziele, die wir verfolgen möchten.
Frau Egerszegi hat gesagt, wir seien von 10 auf 5 Jahre zurückgekrebst. Das stimmt überhaupt nicht. Wir haben immer gesagt: Wir wollen im Horizont der nächsten zehn Jahre für uns eine GVO-freie Produktion. Nachdem sich die Gesetzesberatung nun verzögert hat, können wir diesem fünfjährigen Moratorium zustimmen, weil es bis 2009 oder 2010 dauert. In dieser Zeit können überall, wo das nötig ist, die Chancen genutzt werden, die Aufgaben zu machen.
Wir sind nicht für eine Einschränkung der Forschung: Wenn Sie der Mehrheit zustimmen, sind Freisetzungen für die Forschung möglich. Wir sind gegen eine kommerzielle Freisetzung. Die Konsumenten sind in unserem Land nicht bereit, auf solche Produkte einzuschwenken. Es hängt nicht davon ab, ob wir Angebote von der Chemie oder den Saatgutherstellern bekommen; entscheidend ist einzig und allein, ob wir Märkte haben. Diese Märkte haben wir noch nicht. Deshalb möchten wir die Zeit nutzen und der Forschung Gelegenheit geben, Produkte zu entwickeln, die dann tatsächlich Sinn machen. Wir wollen keine antibiotikaresistenten Gene in unserer Nahrung. Wir wollen eine nächste Generation prüfen. Unser Ziel, die ökologische Landwirtschaft, die Sie uns auferlegt haben und in der wir gegenüber dem Ausland mittlerweile einen Vorsprung von gegen zehn Jahren haben, wollen wir nicht verspielen.
Deshalb bitte ich Sie, der Mehrheit zu folgen. Damit beeinträchtigen Sie die Forschung nicht.