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Maurer Ueli · Bundesrat · 2020-06-10

Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2020-06-10

Wortprotokoll

Der Volksmund sagt ja, der Teufel stecke im Detail. Wenn wir diese Nachtragskredite von über 30 Milliarden Franken betrachten, ist wirklich ein Detail hängengeblieben, das heute die Differenz darstellt. Worum geht es?

Der Bundesrat, die Minderheit Feller und der Ständerat beantragen Ihnen, dass die Lohnsumme der Vereine, wenn die Kredite und Darlehen nach drei Jahren nicht zurückbezahlt werden, um 20 Prozent zu senken ist. Die Art der Senkung möchte der Bundesrat den Clubs überlassen. Er möchte es also ihnen überlassen, wie sie die Lohnsenkung von 20 Prozent umsetzen. Die Mehrheit Ihrer Kommission möchte hier noch einen sozialpolitischen Aspekt einfügen und sagen, hohe Löhne seien stärker zu kürzen. Aus unserer Sicht macht es wenig Sinn, wenn sich die Politik in die Lohnpolitik der Vereine einmischt. Denn gerade in diesen Vereinen bestehen nun einmal Unterschiede, besteht ein Gefälle zwischen jungen und älteren, erfahrenen Spielern, und hier spielt auch ein Markt. Ein Eingriff der Politik in diesen Markt scheint uns nicht sinnvoll zu sein. Es ändert an der Finanzpolitik nichts, es ändert an der Darlehenspolitik nichts.

Aber ich glaube, Sie müssen sich schon überlegen, ob Sie in den zwei Ligen der Schweiz, im Fussball und im Eishockey, tatsächlich Einfluss auf die Höhe der Löhne der einzelnen Spieler nehmen wollen. Ich glaube, das kann nicht Aufgabe der Politik sein. Ich würde Sie hier bitten, noch einmal über die Bücher zu gehen, dem Entwurf des Bundesrates und dem Beschluss des Ständerates zuzustimmen, es den Clubs zu überlassen, wie sie entsprechend kürzen, und nicht diese zusätzliche Auflage zu machen, dass bei höheren Löhnen mehr gekürzt werden muss. Das ist etwas, was sich kaum kontrollieren, kaum umsetzen lässt, weil man in einen Markt eingreift. Diesen kann man unterschiedlich beurteilen, aber er spielt nun einmal so, wie er spielt.

Der Entwurf des Bundesrates und der Beschluss des Ständerates würden diese allgemeine Bestimmung festhalten, ohne in die Lohnpolitik einzelner Clubs einzugreifen. Ich denke, das müssen wir den Clubs überlassen. Sie sind nun einmal unterschiedlich: die Grossen, die Kleinen, teurere Spieler, Ausländer, Nachwuchsspieler. Das können Sie hier meiner Meinung nach nicht beeinflussen.

Ich bitte Sie also, der Version der Minderheit Feller zuzustimmen und damit dem Bundesrat und dem Ständerat zu folgen.