Mäder Jörg · Nationalrat · 2020-09-14
Mäder Jörg · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion · 2020-09-14
Wortprotokoll
Auch in diesem Kapitel geht es durchaus weiter mit dem Thema Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Klimaschutz usw. In einer globalisierten Welt, in der die einzelnen Rohstoffe für ein Produkt über die ganze Welt zusammengesucht werden, Produktionsstätten weltweit verteilt sind und auch geistiges Eigentum von diversen Nationen in einem Einzelprodukt involviert sind, wäre es fahrlässig, nur den Ressourcenverbrauch innerhalb der eigenen Landesgrenzen zu berücksichtigen. Man würde sich dabei in die Tasche lügen. Deshalb sind wir klar der Meinung, dass bei einer echten Betrachtung der Situation auch der Ressourcenverbrauch im Ausland zu berücksichtigen ist. Wir unterstützen natürlich, dass der Ausstieg aus fossilen und atomaren Energieträgern forciert wird. Es gibt zwei unterschiedliche Begründungen dafür. Bei fossilen Energieträgern ist es primär natürlich das Klimaargument, und bei den atomaren Energieträgern sind es schlicht und einfach die Sicherheitsprobleme und ungelöste Fragen bezüglich Betrieb und Lagerung.
Ebenfalls ein Augenmerk sollten wir auf das Thema Trinkwasser legen. Wasser wird ein immer knapperer Rohstoff, er wird immer stärker in der Industrie gebraucht, man muss etwas machen.
Damit kann man gleich zum Thema Versorgung überleiten. Es soll eingefügt werden, dass ein überwiegender Selbstversorgungsgrad garantiert wird. Das ist eine witzige Kombination. "Überwiegend" ist ein sehr gummiger Begriff, der alles zwischen und 51 und 99 Prozent bedeuten kann. Und "garantiert" ist ein sehr harter Begriff. Rein von der Logik her widersprechen sich also diese beiden Sachen.
Bitte vergessen Sie eines nicht, falls Sie dem zustimmen: Berücksichtigen Sie bitte die Importe von Dünger und Kraftfutter für die Tiere, dann sieht die Bilanz noch viel schlechter aus. Wir leben in einer globalisierten Welt; wir sollten dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft gut vernetzt ist, und nicht unser Augenmerk auf die Grenzen legen.
Entsprechend lehnen wir auch die Anträge der Minderheit Geissbühler ab.
Beim Militär wollen wir keine Beschränkung auf die drei Themen, die vorgeschlagen sind; es braucht eine breitere Betrachtungsweise. Es sind die wichtigsten Themen, aber nicht die einzigen. Im Gegenzug wollen wir aber auch kein Präjudiz schaffen, indem wir Angriffe aus der dritten Dimension hier explizit schon erwähnen und sagen, das muss es sein. Nein, das soll in entsprechenden Berichten beachtet werden.
Wir möchten gerne eine Weiterentwicklung des Zivilschutzes, auch in den Bereichen Frauen und Ausländer, und ja, der Bereich bezüglich Naturkatastrophen muss auch besser beachtet werden.
In diesem Sinne unterstützen wir die Minderheiten Widmer Céline zu Artikel 2 Ziffer 1bis, Porchet zu Artikel 16 Ziffer 42bis, Python zu Artikel 16 Ziffer 42quater, Python zu Artikel 17 Ziffer 48ter, Jans zu Artikel 18 Ziffer 50 und Wettstein zu Artikel 18 Ziffern 50bis und 52ter.