AB 272827
Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2020-12-03
Wortprotokoll
Sie haben die Zahlen gehört; ich mache noch einige Ergänzungen zu aufgeworfenen Fragen.
Wir führen die Arbeitsplätze aus neun Standorten in bundeseigenen Gebäuden am Wankdorf zusammen. Das ist die Strategie des Unterbringungskonzeptes 2024: Der Bund ist davon ausgegangen, dass er die Leute möglichst in eigenen Gebäuden beschäftigen will. Überlegungen, wie sie Herr Brélaz angesprochen hat, werden wir uns sicher in der nächsten Etappe zum Unterbringungskonzept 2036 machen müssen, weil die Arbeitswelt im Moment im Umbruch ist. Wir arbeiten schon länger an den Fragen Homeoffice und Coworking. Das beschleunigt sich jetzt mit Covid; da sind wir unterwegs. Wir gehen davon aus, dass wir je nach Bundesamt noch zwischen 60 und 80 Prozent feste Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Feste Arbeitsplätze heisst nicht Einzelbüros [PAGE 2255] oder fest zugeteilte Arbeitsplätze, sondern Desk-Sharing und solche Dinge. Das sind die Überlegungen, die wir machen.
Wir haben Erfahrungen mit Homeoffice gemacht; wir hatten im Lockdown bis zu 25[NB]000 Mitarbeitende im Homeoffice. Das hat von der Technik her funktioniert. Es führte sofort zu mehr Telefonaten; an Spitzentagen hatten wir bis zu 5400 interne Telefonkonferenzen, um das Netzwerk sicherzustellen. Das sind die Dimensionen, mit denen wir uns beschäftigen. Es geht also nicht nur um Bauten, es geht auch um Mitarbeitende, um Anstellungsverhältnisse und um die ganze Technologie. So wie ich es sehe, wird der Bereich Wankdorf eines der letzten grösseren Gebäude sein, die der Bund selber baut.
Zu Posieux vielleicht noch eine Ergänzung: Wir haben bereits in der Immobilienbotschaft 2015 einen Mietkredit von 77,6 Millionen Franken beantragt. Den haben wir nie benutzt. Das Projekt hat sich weiterentwickelt und weiter fokussiert. Jetzt beantragen wir Ihnen für die Miete für 25 Jahre 138,8 Millionen Franken und 14,4 Millionen Franken für die Erstausstattung des Labors. Wenn Sie diesem Vorhaben zustimmen, verfällt der gesprochene Kredit aus dem Jahr 2015. Er wird dann nicht benutzt und kann so geschlossen werden. Das waren noch einige Ergänzungen, um die Entwicklung in Erinnerung zu rufen.
Das Portfolio des BBL umfasst 2694 Objekte. Das sind die Objekte des Bundes plus 1810 Grundstücke; das nur im zivilen Bereich, ohne die Armee. Die 175 Millionen Franken, die wir hier beantragen, sind für den ordentlichen Unterhalt dieser Gebäude. Das entspricht etwa dem, was auch in der Privatwirtschaft für den Betrieb von Immobilien ausgegeben wird.
Insgesamt bitte ich Sie, auf diese Vorlage einzutreten und ihr zuzustimmen. Es geht um diese 458,2 Millionen Franken.