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Theiler Georges · Nationalrat · 2000-03-20

Theiler Georges · Nationalrat · Luzern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2000-03-20

Wortprotokoll

Zu Frau Meyer Thérèse: Hätte der Kanton Freiburg so gut zu dieser Bahn geschaut wie Sie zum Mikrofon, dann hätte die ganze heutige Debatte nicht stattfinden müssen.

Zu Herrn Vollmer: Ich kann aus Sicht der Kommissionsmehrheit das, was Sie hier gesagt haben, nicht einfach so stehen lassen. Wir haben uns in der Kommission bemüht, keine parteipolitische Frage aus diesem Geschäft zu machen. Ich glaube, es ist auch hier im Saal einigermassen gelungen. Aber wenn Sie sagen, dass die Beteiligung des Bundes einfach zufällig sei und dass der Vorschlag, den die Mehrheit hier macht, willkürlich sei, dann stimmt das so einfach nicht. Auch das Aktienkapital ist nicht einfach eine imaginäre Grösse, sondern die einzige messbare Grösse, die vorhanden ist. Der Normalfall einer Sanierung ist doch der, dass man im Verhältnis des Aktienkapitals das Risiko trägt und im Sanierungsfall auch dafür einsteht. Man hätte eigentlich auch eine Reduktion des Aktienkapitals vornehmen können oder sollen und es dann wieder aufstocken können; dann hätten alle entweder mitgemacht oder nicht. Jene, die nicht mitgemacht hätten, hätten heute auch weniger Aktienkapital.

Bei jener Lösung, die wir jetzt auf dem Tisch haben, sind die Kleinaktionäre die lachenden Dritten; sie haben zur Sanierung nichts beigetragen. Zu guter Letzt: Wenn die Bahn so gut weiterläuft - in den letzten Jahren hat sie Gewinn gemacht -, dann werden sie noch einmal profitieren, wenn die Aktien wieder steigen.