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Cassis Ignazio · Bundesrat · 2021-06-08

Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2021-06-08

Wortprotokoll

La politique étrangère indépendante menée par la Suisse est exigeante. Elle risque de devenir encore plus exigeante au regard des développements géopolitiques. Il est important qu'au Parlement, nous puissions régulièrement faire un état des lieux de notre politique étrangère. Je vous remercie, et je remercie votre commission, pour le retour positif sur la forme de la présentation de nos rapports de politique extérieure depuis quelques années.

Le rapport se concentre sur les grandes lignes, mais il passe évidemment en revue l'ensemble de nos activités. Si vous souhaitez obtenir des informations plus approfondies, plus détaillées sur un sujet en particulier, vous pouvez vous référer à la liste des publications en annexe, qui est une nouveauté depuis trois ans. Cette liste traite de tous les aspects de la politique extérieure. Il va de soi que mon département se tient lui aussi à votre entière disposition pour toutes questions complémentaires. N'hésitez pas à nous contacter.

La structure du rapport s'aligne désormais sur celle de ce qu'on appelle la stratégie mère, la stratégie de politique extérieure 2020-2023 de la Suisse. La cohérence et tout particulièrement celle entre les activités menées au titre de la [PAGE 520] politique étrangère par les différents départements est l'un des thèmes centraux. Comme l'a souligné à juste titre le conseiller aux Etats Carlo Sommaruga, la cohérence est non seulement une question structurelle interne, qui est fort importante, mais c'est aussi une question de cohérence entre les politiques. La Suisse en est bien consciente et le Conseil fédéral affiche cette intention et emprunte cette voie par le biais de deux instruments. Ces derniers sont chapeautés par l'Agenda 2030 pour le développement durable. C'est le cadre de référence qui nous permet d'avoir une politique étrangère cohérente avec les politiques internes.

Il y a donc deux instruments. L'un d'entre eux est la stratégie nationale pour le développement durable, qui est prête et sera délivrée en cours d'année. Elle est chapeautée par le Département fédéral de l'environnement, des transports, de l'énergie et de la communication. L'autre pilier, ce sont les rapports qui paraissent tous les deux ou quatre ans - maintenant à un rythme de tous les deux ans. J'aurai le plaisir, cette année, de présenter le rapport de la Suisse aux Nations Unies qui fait l'état de la situation, par rapport à ce type de cohérence.

Donc, ce sont les deux instruments que le Conseil fédéral a à disposition pour avoir la plus grande cohérence possible dans son action politique. N'oublions quand même pas que la politique est par définition une activité soumise à des conflits d'intérêts. Ces conflits font partie de la société, et donc de la politique. L'important, c'est de les nommer et de trancher ces conflits d'intérêts dans la politique en connaissance de cause et en recherchant le meilleur équilibre possible.

La structure du rapport s'aligne désormais, je vous l'ai dit, sur cette stratégie mère de la politique extérieure 2020-2023. Avec sa stratégie de politique extérieure, le Conseil fédéral a fixé des priorités et des objectifs qui, pour la première fois, s'appliquent à tous les départements. Aussi, dans le rapport sur la politique extérieure 2020, les départements rendent-ils compte ensemble de manière plus coordonnée que par[NB]le[NB]passé des activités menées en vue de leur mise en oeuvre.

Die Kohärenz war und bleibt ein zentrales Thema. Die verschiedenen Strategien, die der Bundesrat im Rahmen seiner Strategiekaskade verabschiedet hat, schärfen nicht nur den Blick der Schweiz dafür, was sie will und wie sie ihre Ziele erreichen will. Diese Strategien schaffen auch Klarheit gegenüber dem Ausland und tragen zu einer berechenbaren und glaubwürdigen Aussenpolitik bei. Im Ausland werde ich immer wieder darauf angesprochen.

Derzeit laufen übrigens Arbeiten an zwei neuen Strategien, zum einen an der Strategie für Amerika inklusive USA, zum andern an der Strategie Rüstungskontrolle und Abrüstung, die ebenfalls für dieses Jahr vorgesehen ist. Das sind alles Tochterstrategien der aussenpolitischen Strategie, die das Ziel haben, gewisse Themen oder geografische Räume in den Fokus zu nehmen, um dort präzisere Ziele und Massnahmen zu definieren. Wir sind mit dieser neuen Methodik noch nicht am Ziel. Wir haben ja auch in der Kommission diskutiert, wie man den neuen Anhang zur Zielerreichung noch besser machen könnte. Wir sind aber auf gutem Weg. Daran, der Aussenpolitik mehr Fokus und strategischen Gehalt zu geben, werden wir weiterarbeiten.

Zum Thema Schweiz in der Welt: Der Bundesrat weist im Bericht darauf hin, dass sich die globalen Kräfteverhältnisse verändern. Einerseits ringen heute mehr Akteure um Einfluss und Macht, andererseits sehen wir eine wachsende Konkurrenz der Grossmächte. Es gibt Anzeichen einer strategischen Rivalität zwischen den USA und China, die die internationalen Beziehungen möglicherweise prägen wird. Es gibt weitere Trends, die wir berücksichtigen müssen: erstens weniger Globalisierung und dafür mehr Regionalisierung und/oder Lokalisierung, zweitens zusätzliche Instabilitäten, und zwar nicht weit weg von uns, sondern im OSZE-Raum. Denken Sie an Nagorno-Karabach, die Belarus-Krise, die Spannungen mit Russland, die anhaltende Instabilität südlich des Mittelmeers; denken Sie an die Region Mittlerer Osten und Nordafrika (Mena), insbesondere an den Nahostkonflikt, und[NB]auch[NB]an[NB]Subsahara-Afrika, insbesondere an die Sahelregion.

In der Summe ist das keine stabile Ordnung. Was bedeutet das für die Schweiz? Aus dem Bericht leite ich vier Erkenntnisse ab.

1.[NB]Die aussenpolitische Stossrichtung stimmt weiterhin. Die Schweiz soll eigenständig positioniert bleiben, dies als Brückenbauerin im Dialog mit allen und dabei ihren eigenen langfristigen Interessen und Grundwerten verpflichtet. Europa ist uns am nächsten und der wichtigste Partner. Aber die Schweizer Aussenpolitik bleibt universell. Gefragt sind dabei eine kluge, zielgerichtete Diplomatie, ein überlegtes Verhalten bei internationalen Auseinandersetzungen und die Bereitschaft, Verantwortung mitzutragen. Mit der Kandidatur für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat sind wir auch, was die Übernahme von Verantwortung betrifft, auf Kurs.

Betreffend den Einbezug des Parlamentes hat der Bundesrat einen Bericht vorgelegt. Sie haben diesen Bericht in der Kommission mehrfach besprochen. Hier sind wir nun auch gut gerüstet.

2.[NB]Halten wir an den bewährten Trümpfen der Aussenpolitik fest, aber haben wir zugleich mehr Mut für Innovation! Mit "Trümpfen" meine ich unsere guten Dienste. Die Nachfrage bleibt gross. Letzte Woche war die Schweiz gemeinsam mit der UNO Veranstalterin einer wichtigen Libyen-Konferenz. Nächste Woche ist das Gipfeltreffen zwischen den USA und Russland in Genf. Ein weiterer Trumpf ist unser weltweites Einstehen für das Völkerrecht und die Grundrechte. Dies zeigt unsere Stabilität. Vergessen wir zudem als wichtigen Trumpf nicht unser Instrumentarium für die[NB]Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe!

Diese Trümpfe werden weltweit geschätzt. Das erfahre ich immer wieder, auch auf meinen Reisen. Aber wir dürfen es nicht dabei bewenden lassen. Unsere Aussenpolitik soll noch agiler werden und innovative Antworten auf den globalen Wandel entwickeln. Ich denke hier insbesondere an die Digitalaussenpolitik. Der Bundesrat hat das Ziel formuliert, Genf zum globalen Hub für Gouvernanzfragen bei neuen Technologien zu machen. Hier eröffnen sich neue Chancen, auch mit dem Sonderbeauftragten für Science Diplomacy, den der Bundesrat ernannt hat.

Ein weiteres Beispiel ist die Klimapolitik. Diese gewinnt auch für die internationale Zusammenarbeit an Bedeutung. Mit Peru, Ghana und Senegal haben wir bereits innovative[NB]Kooperationen im Rahmen des Pariser Abkommens.

Gute Reformideen sind auch gefragt, wenn wir unser Ziel eines wirksamen Multilateralismus erreichen wollen. Neu arbeiten wir zum Beispiel an einem Aktionsplan zur Stärkung der OSZE.

3.[NB]Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig das Aussennetz für die Schweiz ist, nicht nur für die grosse Rückholaktion, sondern auch für die Unterstützung der Auslandschweizerinnen und -schweizer und generell, um unsere Aussenpolitik vor Ort umsetzen zu können. Wir werden dieses Aussennetz in den kommenden Jahren personell gezielt verstärken. Hierzu verlagern wir Ressourcen aus der Zentrale.

4.[NB]Geregelte Beziehungen zu Europa bleiben ein zentrales Ziel der Schweizer Aussenpolitik, dies aus wirtschaftlichen Gründen und auch wegen der geopolitischen Entwicklung. An dieser Feststellung des Bundesrates ändert sich nach der Schliessung des Dossiers zum institutionellen Rahmenabkommen nichts. Wir können und wollen uns nicht von Europa abwenden. Die EU und ihre Mitglieder sind unsere wichtigsten Partner. Wir müssen aber den gemeinsamen bilateralen Weg so gestalten, dass dieser Weg aussen- und innenpolitisch getragen und den staatspolitischen Eigenheiten unseres Landes gerecht wird. Der bilaterale Weg soll stabil, von gegenseitigem Nutzen und zukunftsfähig sein.

Ich nehme hier gerade die Gelegenheit wahr, um auch auf die Hinweise von Ständerat Sommaruga zurückzukommen. Ja, wir haben diese Zeilen im Jahresbericht 2020 tatsächlich geschrieben.

Ce rapport n'a pas été terminé fin janvier 2021, mais fin novembre 2020. Il reflète l'état de la situation au moment de la décision du Conseil fédéral du 11 novembre quant au démarrage du dernier volet de négociation en vue de signer cet accord. Le reste, je n'ai pas besoin de vous le rappeler, car vous connaissez l'histoire. Nous en avons parlé. [PAGE 521]

Evidemment, c'est l'état à la fin 2020 auquel il est fait référence. N'oubliez pas non plus qu'un peu plus loin, au chiffre[NB]8.5, vous pouvez aussi lire que le Conseil fédéral ne pourra signer l'accord que dans la mesure où les différences qu'il a souhaité clarifier pourront l'être. Donc, le but était clair, mais les conditions pour l'atteindre l'étaient également.

Es bleibt unsere Priorität - ich habe es Ihnen gesagt -, die Partnerschaft mit der EU auf dieser Basis zu konsolidieren. Der Bundesrat hat darauf verzichtet, einen Schritt weiterzukommen; er hat nicht entschieden, einen Schritt zurückzugehen. Das möchte ich einfach unmissverständlich klarstellen.