Imark Christian · Nationalrat · 2021-06-17
Imark Christian · Nationalrat · Solothurn · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2021-06-17
Wortprotokoll
Besten Dank für die Frage, Herr Nordmann. Ihre Frage zeigt, dass Sie den Zehnpunkteplan nicht gelesen haben, der in zehn Punkten auflistet, wie der CO2-Ausstoss noch stärker gesenkt werden könnte, ohne die Bevölkerung zusätzlich zu belasten. Das ist ja das, was Sie wollen: Sie wollen eine ineffiziente Klimapolitik, und es ist Ihnen egal, wie viel es kostet. Es ist Ihnen auch egal, wie viel es für Ihre Wählerinnen und Wähler kostet. Es gibt vielleicht noch ein paar Arbeiter unter Ihrer Wählerschaft, aber es ist Ihnen egal, wenn diese abgezockt werden.
Diesen Plan haben wir also vorgelegt, und es ist richtig, Herr Nordmann, dass es Situationen gibt, vor allem für Gewerbebetriebe oder auch für Wohnüberbauungen, in denen es durchaus sinnvoll ist, Fotovoltaik zu installieren und dann sogar auch den Überschussstrom für sich selbst zu nutzen, vielleicht auch für die Produktion von Wasserstoff. Das ist korrekt.
Aber was hier verlangt wird, ist die Autarkie der Bundesimmobilien. Das ist überhaupt nicht sinnvoll. Die Frau Bundesrätin hat es ja im Rahmen der Motion Français gesagt: Es müssten dann zusätzliche Dachflächen gemietet werden. Es ist einfach unglaublich aufwendig, diesem nicht sinnvollen Ziel gerecht zu werden, Herr Nordmann. Darum beantragen wir die Ablehnung. Man hätte auch eine Motion machen können, in der steht, dass auf allen Dachflächen, die sich eignen, um Fotovoltaik zu installieren, Fotovoltaik installiert werden soll. So hätte man es formulieren können. Aber nein, Sie verlangen Autarkie der Bundesimmobilien. Es tut mir leid, Herr Nordmann, das ist einfach nicht sinnvoll, das ist Verschleuderung von Steuergeld, und da können wir nur Nein sagen.