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Cassis Ignazio · Bundesrat · 2022-03-10

Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2022-03-10

Wortprotokoll

Avec sa motion 20.4065, le conseiller national Dandrès demande au Conseil fédéral d'offrir les bons offices de la Suisse en vue du règlement à l'amiable des conflits collectifs de travail à l'ONU et dans ses agences en Suisse.

Le Conseil fédéral vous propose de rejeter la motion pour les raisons suivantes.

Laut Sitzabkommen zwischen der Schweiz und den hier ansässigen internationalen Organisationen geniessen diese Organisationen Unabhängigkeit und Handlungsfreiheit, auch in Bezug auf die Arbeitsbedingungen ihrer Angestellten. Als Gaststaat muss die Schweiz diese Unabhängigkeit gewährleisten und respektieren. Sie mischt sich daher weder in die [PAGE 337] Vertragsbeziehungen zwischen den Bediensteten und den internationalen Organisationen noch in sonstige interne Angelegenheiten ein. Es handelt sich dabei um langjährige, bewährte Grundsätze des Bundesrates gegenüber diesen Organisationen. Insofern hat sich die Antwort des Bundesrates seit der Motion Rennwald vor zwanzig Jahren nicht geändert. Eine Einmischung der Schweiz könnte allenfalls zu einer Verpolitisierung, zu einer politischen Instrumentalisierung der Streitbeilegung führen.

Die Organisationen können die Arbeitsbedingungen ihres Personals in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht festlegen. Ganz wichtig dabei ist: Das Sitzabkommen verpflichtet diese Organisationen, Mechanismen zur Lösung von Arbeitskonflikten zu etablieren. Dank der auf diesen[NB]Grundlagen geschaffenen Mechanismen können sich die Angestellten der UNO für dienstrechtliche Streitigkeiten an die entsprechende Stelle wenden. Das Verfahren ist zweistufig, gegen den Erstentscheid kann auch appelliert werden.

Le Tribunal administratif de l'Organisation internationale du travail (OIT) exerce la même fonction pour les employés des agences spécialisées onusiennes basées à Genève.

C'est en sa qualité d'Etat membre que la Suisse peut agir au sein des organes des organisations internationales où elle siège. La Suisse utilise différents moyens informels pour discuter de ces sujets, comme des échanges bilatéraux avec d'autres Etats membres ou des forums multilatéraux. Cela inclut des plateformes de coopération informelles qui ont une influence sur les dirigeants et la gestion de l'ONU et des institutions spécialisées.

Voilà les raisons pour lesquelles le Conseil fédéral vous incite à rejeter cette motion.