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Kälin Irène · Nationalrat · 2022-06-17

Kälin Irène · Nationalrat · Aargau · Grüne Fraktion · 2022-06-17

Wortprotokoll

Après 16 ans passés au Palais fédéral, Mme Suzanne Metthez quittera les Services du Parlement à l'issue de cette session. La plupart d'entre nous connaissent Mme Metthez, ou du moins sa voix. Elle-même nous connaît et nous voit, toutes et tous, depuis sa cabine, au-dessus de nos têtes: en effet, pendant les sessions, elle a interprété nos interventions de l'allemand et de l'italien vers le français. Aujourd'hui, exceptionnellement, elle est dans la salle, pour prendre congé de nous.

Suzanne Metthez a commencé son activité d'interprète pour notre conseil en 2007, mais elle avait déjà travaillé pour nous à plusieurs reprises entre 2002 et 2005. En 2009, elle a pris les rênes du domaine Interprètes des Services du Parlement. Sa mission consistait à coordonner le travail des neuf interprètes dans les trois langues officielles. Et, comme vous l'avez entre-temps appris, chers collègues, l'équipe des interprètes est également en mesure d'interpréter les interventions prononcées en romanche.

Als Leiterin des Dolmetscherteams war Frau Metthez auch eine sehr wichtige Ansprechperson für die gesamten Parlamentsdienste und insbesondere für das Ressort Internationale und interparlamentarische Beziehungen. Im Rahmen von offiziellen internationalen Besuchen und bei Bedarf konnte Frau Metthez für jegliche Sprache Dolmetscherinnen und Dolmetscher rekrutieren, ab und zu in der Schweiz, in den meisten Fällen aber im Ausland. Im Falle der englischen Sprache übernimmt das Dolmetscherteam die Aufgabe jeweils selber - ein weiterer Beweis dafür, dass ein perfekt ausgebildetes Team bei uns tätig ist.

Au nom de notre conseil, je vous adresse mes meilleurs voeux pour cette nouvelle étape de votre vie et, surtout, vous souhaite une bonne santé. Merci pour tout. (Standing ovation; la présidente remet un bouquet de fleurs à Mme Metthez)

Wir kommen zur Verabschiedung von Frau Beatrice Meli, der Sekretärin der GPK und der GPDel.

Beatrice Meli trat am 1. Dezember 2007 als stellvertretende Sekretärin der Geschäftsprüfungskommissionen und der Geschäftsprüfungsdelegation in die Parlamentsdienste ein. Bereits im Juni 2008 übernahm sie von unserem derzeitigen Generalsekretär die Funktion der Sekretärin dieser Organe.

Bereits während des Studiums war Frau Meli als Protokollführerin für die Parlamentsdienste tätig, und schon ihre erste Stelle danach führte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin ins Sekretariat der Geschäftsprüfungskommissionen. Nach einem Abstecher in die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern war sie dann im EJPD in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als Chefin Inspektorat und besondere Aufgaben, bevor sie wieder zum GPK-Sekretariat zurückkehrte.

Während ihrer Tätigkeit hatten die Geschäftsprüfungskommissionen zahlreiche politisch brisante Vorfälle zu untersuchen. Zu nennen sind beispielsweise die Untersuchung zur Rettung der UBS und zur Herausgabe von Kundendaten an die USA im Jahr 2008 und - praktisch zeitgleich - die Libyen-Krise. Danach kamen Untersuchungen zur Ernennung des damaligen Chefs der Armee und zum Rücktritt des Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank. Schliesslich folgten die sehr aufwendige Untersuchung des gescheiterten Informatikprojekts Insieme und eine weitere zur Sistierung des Projekts Bodengestützte Luftverteidigung. Hinzu kamen in den letzten Jahren der Tätigkeit von Beatrice Meli die Untersuchungen der Hochseeschifffahrtsbürgschaften und der Unregelmässigkeiten bei Postauto Schweiz, die Bewältigung des Cyberangriffs auf die Ruag und die fast nicht enden wollenden Probleme zwischen der Bundesanwaltschaft und ihrer Aufsichtsbehörde.

Im Vergleich dazu schon fast harmlos mutet die letzte grössere Inspektion in der beruflichen Laufbahn von Beatrice Meli an, die Untersuchung der Krisenorganisation des Bundes für den Umgang mit der Covid-19-Pandemie.

Hinter jedem dieser Titel stecken Ereignisse, die die Öffentlichkeit und die Behörden, aber auch das Parlament intensiv beschäftigt und oft auch aufgewühlt haben. Die Geschäftsprüfungskommissionen haben diese thematisch völlig unterschiedlichen Ereignisse vertieft untersucht, daraus Lehren gezogen und Empfehlungen zuhanden des Bundesrates formuliert. Die Autorität und das Gewicht der Geschäftsprüfungskommissionen nahmen aufgrund der seriösen und sachlichen Berichterstattung von Inspektion zu Inspektion zu. Wie oft nur dank diesen Prüfungen eine parlamentarische Untersuchungskommission vermieden werden konnte - und damit auch die politische Unruhe, die sie mit sich bringt -, das soll hier offenbleiben.

Die hohe Glaubwürdigkeit und der Respekt, der den Untersuchungsergebnissen der GPK entgegengebracht wird, sind massgeblich auch das Verdienst von Beatrice Meli. Sie hat es verstanden, mit ihrer Kompetenz und ihrer Ruhe, aber auch mit einer gewissen Strenge, wenn das nötig war, die Tätigkeit der Kommissionen zu fokussieren und im richtigen Fahrwasser zu halten. Sie hat aber auch den Geprüften klargemacht, dass die Empfehlungen ernst zu nehmen sind, wenn das nötig war. Und sie hat dem öffentlichen Druck, der immer mal wieder entstanden ist, ohne sichtbare Erschütterung standgehalten.

Nun tritt Beatrice Meli in den mehr als verdienten Ruhestand und freut sich darauf, mehr Zeit für die Familie zu haben - besonders für ihre Enkelin, aber auch für ihren Mann und ihre drei Söhne.

Wir wünschen ihr alles Gute und danken ihr für ihre ausserordentliche Arbeitskraft und ihr ausserordentliches Engagement für uns, für die Bundesversammlung - vielen Dank! (Stehende Ovation; die Präsidentin überreicht Frau Meli einen Blumenstrauss) [PAGE 1335]