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Kälin Irène · Nationalrat · 2022-09-30

Kälin Irène · Nationalrat · Aargau · Grüne Fraktion · 2022-09-30

Wortprotokoll

Marianne Streiff ist seit 2010 Mitglied unseres Rates. 2011, 2015 und 2019 wurde sie auf der Liste der Evangelischen Volkspartei des Kantons Bern erfolgreich wiedergewählt. - Ich wäre froh, wenn Sie unserer Kollegin die Aufmerksamkeit schenken würden, die sie verdient hat. - Bereits zuvor hatte Frau Streiff auf allen Ebenen - in der Legislative und Exekutive der Gemeinde Köniz und im Grossen Rat des Kantons Bern - reichhaltige politische Erfahrung gesammelt. Von 2014 bis 2021 präsidierte sie zudem die EVP Schweiz.

Im Nationalrat arbeitete Marianne Streiff in der Sicherheitspolitischen Kommission, der Staatspolitischen Kommission und der Geschäftsprüfungskommission mit. Die Kommissionsarbeit und das gemeinsame Suchen nach sinnvollen Lösungen schätzte sie sehr.

Marianne Streiff war eine aktive Nationalrätin. Unvoreingenommen, konsequent und mit Freude engagierte sie sich für ein gutes Zusammenleben und für das Gemeinwohl. Sie setzte sich in ihrer politischen Arbeit für jene Menschen ein, die sich selber weniger gut einbringen können.

Geleitet von einer christlichen und ethischen Grundhaltung ist für Marianne Streiff insbesondere der Einsatz für die Nachhaltigkeit, die Gerechtigkeit und die Menschenwürde zentral. In diesem Kontext ist ihr das Engagement für Menschen mit Behinderungen ein besonderes Anliegen.

Ebenfalls ein wichtiges Thema war für sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Als Mutter, die über dreissig Jahre lang als Lehrerin tätig war, erlebte sie es auch selber, dass es nicht immer einfach war, Familie, Berufsarbeit und Politik unter einen Hut zu bringen.

Unaufgeregt, sachlich, aber bestimmt bringt Marianne Streiff ihre Argumente in die Debatte ein. Sie bevorzugt die leisen Töne und wird trotzdem gehört. Als Politikerin einer kleinen Partei der Mitte ist sie stets gut vernetzt, sie versteht sich als Brückenbauerin und findet so auch Mehrheiten, etwa beim Kampf gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung oder bei der Förderung und Unterstützung von Pflegefachkräften.

Marianne Streiff ist geschätzt als offene, unkomplizierte und humorvolle Kollegin, die sich glaubwürdig, kompetent und überzeugt für eine ethisch ausgerichtete Politik starkmacht. Auch ausserhalb des Parlamentes steht sie für ihre Anliegen ein, unter anderem als Präsidentin von Artiset, der Föderation der Dienstleister für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Erholung von der Politik findet sie daheim, beim Spazieren oder als leidenschaftliche Chorsängerin. Ihr Gesangstalent stellte sie auch in der legendären Bundeshaus-Band unter Beweis.

Marianne Streiff hat sich entschieden, nach zwölf Jahren ein neues Kapitel aufzuschlagen, und tritt deshalb auf Beginn der Wintersession als Nationalrätin zurück.

Mögest du weiterhin Brücken bauen, liebe Marianne, und uns die Brücken, die du hier gebaut hast, hier hinterlassen - wir brauchen sie noch. Wir danken dir ganz herzlich, liebe Marianne, für deinen grossen Einsatz im Nationalrat und wünschen dir für die Zukunft alles Gute. (Stehende Ovation; die Präsidentin überreicht Frau Streiff einen Blumenstrauss und ein Geschenk)

Wir kommen zu weiteren Verabschiedungen. Wir verabschieden heute auch vier langjährige Mitarbeitende der Parlamentsdienste.

Frau Patrizia di Pietro Martinelli wird die Parlamentsdienste Ende November verlassen, um eine neue Herausforderung im EDA anzunehmen. In den vergangenen knapp fünfzehn Jahren war sie als administrative Sachbearbeiterin im Sekretariat der Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen [PAGE 1925] tätig, wo sie aus dem Backoffice sämtliche Arbeiten der beiden KVF mitbetreute. In dieser Zeit hat sich die Arbeit in den Kommissionssekretariaten stets weiterentwickelt, um sich sowohl der zunehmenden Digitalisierung als auch den sich ändernden Bedürfnissen der Kommissionen anzupassen. Frau di Pietro Martinelli hat diesen Prozess immer aktiv und mit grosser Offenheit und Flexibilität mitgestaltet. Im Kommissionssekretariat und im ganzen Ressort wurde sie ausserdem als stets hilfsbereite und gut gelaunte Mitarbeiterin und Kollegin geschätzt. Bei der Unterstützung der Ratsmitglieder und bei Anfragen von Aussenstehenden kamen ihr zudem ihre perfekten Kenntnisse in drei Landessprachen sehr zugute.

Mit dem Ende dieser Session verlässt uns ebenfalls David Page. Er stand während über fünfzehn Jahren in unseren Diensten. Im Dezember 2006 startete Herr Page in der IT als Systemingenieur. Dabei konnte er die Gegebenheiten unseres Parlamentsbetriebs kennenlernen. Als vielseitig interessierter Mensch mit einer gesunden Portion Neugierde und Tatendrang gelang es ihm rasch und gut, sich einzuleben.

Sehr bald schon wurde ihm die Leitung wichtiger IT-Projekte und später dann die Leitung der Projektgruppe bei den Parlamentsdiensten übertragen. Herr Page hat sich immer dafür engagiert, uns gute IT-Lösungen zu bieten. Dabei war es ihm immer wichtig, pragmatische und unkomplizierte Lösungen zu finden, aber auch neue Wege einzuschlagen. Und wer Herrn Page kennt, der weiss: Er findet seinen Weg immer, sei es in Projekten, aber auch bei ganz praktischen Fragen, so auch, als er beim Einsatz im vormaligen Rechenzentrum an der Taubenstrasse plötzlich auf der Terrasse ausgeschlossen war. Sein beruflicher Weg führt ihn nun zur Eidgenössischen Steuerverwaltung, wo er für Projektleitungen zuständig sein wird.

Mme Marie-José Portmann quitte les Services du Parlement à la fin du mois de septembre.

Mme Portmann est entrée aux Services du Parlement en 2007, dans une fonction qui venait d'être créée: celle de rédactrice pour le domaine Information. Son travail consistait essentiellement à rédiger des discours pour les présidents et présidentes francophones des conseils. Année après année, Mme Portmann a su faire en sorte que les allocutions des présidents et présidentes des conseils touchent, transmettent, intéressent.

Mme Portmann n'était pas seulement le "ghostwriter" francophone du domaine Information. Porte-parole des Services du Parlement dès 2017, elle était aussi responsable de répondre aux questions des citoyens et des médias. C'est souvent sa voix chaleureuse qui guidait les journalistes dans les méandres d'une loi. C'est son obligeance qui orientait les citoyennes et les citoyens vers la motion qu'ils recherchaient.

Mme Portmann s'est consacrée à de nombreux projets de communication avec un égal bonheur. Citons la création de la page "Femmes politiques". Parrainée à ses débuts par Marina Carobbio Guscetti, présidente du Conseil national en 2019, cette rubrique sur le site Internet du Parlement documente l'entrée des femmes dans la politique suisse et les différents combats déjà menés pour parvenir à l'égalité.

D'une plume toujours rigoureuse, Mme Portmann a relu des centaines de textes, communiqués, messages et discours. Aucun ne passait par elle sans s'en trouver clarifié et amélioré. A l'aise en français comme en allemand, personnalité bienveillante et toujours à l'écoute, Mme Portmann a été un indéfectible soutien pour ses collègues et les présidentes et présidents des conseils pendant ses quinze années aux Services du Parlement, et aussi pour moi.

Unsere Sessionsweibelin, Frau Carmen Iseli, verlässt heute die Parlamentsdienste, um sich zukünftig einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.

Während rund fünf Jahren konnten wir uns stets auf ihre Dienste verlassen. Sie war mit viel Freude, Engagement und nie ermüdendem Einsatz für uns da. Sie sorgte dafür, dass Telefonate prompt erledigt werden konnten, Gäste unverzüglich zu den Ratsmitgliedern fanden, wichtige und auch weniger wichtige Benachrichtigungen rasch und präzise an den richtigen Adressaten weitergeleitet wurden und auch dass ich meinen Sohn immer fand, wenn er mich besuchen kam, und er wiederum immer die Schale mit den "Schöggeli" fand. Zudem betreute sie etliche Male am Dienstagnachmittag die Sitzungen der grünen, also meiner Fraktion.

Für ihre wertvolle Mitarbeit danken wir Frau Iseli bestens. Wir werden ihre dienstleistungsorientierte Persönlichkeit und grossartige Hilfsbereitschaft vermissen. Aber es ist schön zu wissen, dass zukünftig die Bewohnerinnen und Bewohner im Wohn- und Pflegeheim Frienisberg auf ihre Dienste und Hilfe zählen dürfen und können.

Wir wünschen allen austretenden Mitarbeitenden - sei es für ihren wohlverdienten Ruhestand, sei es für ihre weitere berufliche Laufbahn - von Herzen alles Gute und danken ihnen für ihren wunderbaren und grossartigen Einsatz zugunsten des Parlamentes. Merci! (Stehende Ovation; die Präsidentin überreicht allen einen Blumenstrauss)