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Wicki Hans · Ständerat · 2022-12-06

Wicki Hans · Ständerat · Nidwalden · FDP-Liberale Fraktion · 2022-12-06

Wortprotokoll

Der Kommissionssprecher hat vorhin zu Recht einen wichtigen Punkt betont: Es ist unrealistisch, schweizweit einheitliche Emissionsgrenzwerte für Menschen, Tiere und Pflanzen festzulegen. Ich würde sogar noch etwas[NB]weiter gehen und sagen, dass es unsinnig wäre. Die Lichtemissionen zeichnen sich eben nicht zuletzt gerade auch dadurch aus, dass sie je nach Standort und Organismus unterschiedlich wirken. Mit dem Setzen von klaren Grenzwerten würde nicht nur Ungleiches gleich behandelt, es wäre vermutlich auch noch etwas willkürlich. Es braucht meines Erachtens gerade in diesem Bereich eine Einzelfallbetrachtung, womit auch verschiedene örtliche Aspekte einbezogen werden könnten. Das ist vermutlich sachlich das sinnvollste Vorgehen.

Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir, Ihnen auch noch folgende Überlegungen mitzugeben: Seit Jahren ist eine allgemeine Tendenz feststellbar, wonach alles vor jeder möglichen Gefahr beschützt werden soll. Der Mensch mutet sich zu, alles besser zu wissen und zu verstehen, was die Tiere brauchen. Unterschwellig werden dabei sowohl Menschen wie auch Tiere als hilf- und schutzlose Wesen dargestellt, die eine Führung durch eine höhere Instanz benötigen. Die Motion zielt genau in diese Richtung. Damit werden aber die Intelligenz und die Anpassungsfähigkeit der Tiere massiv unterschätzt. Wie dies bei den Menschen ist, ist für mich schwieriger zu beurteilen. In vielen Fällen ist es schlicht nicht nötig, die Tierwelt zu bevormunden, da sie wesentlich anpassungsfähiger ist, als wir dies oft meinen. Ich bitte Sie, auch diesen Aspekt in Ihre Überlegungen mit einzubeziehen.

Ich empfehle Ihnen, der Kommissionsmehrheit zu folgen und die Motion abzulehnen.

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