Bulliard-Marbach Christine · Nationalrat · 2022-12-08
Bulliard-Marbach Christine · Nationalrat · Freiburg · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2022-12-08
Wortprotokoll
Zu meiner Interessenbindung: Ich bin Präsidentin der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete, spreche hier aber im Namen der Mitte-Fraktion.
Ein Sprichwort besagt, dass auch der wohlerzogene Wolf kein Lamm wird. Die rekordhohe Zahl der Risse belegt diesen Umstand, und dies auf traurige Art und Weise. Der Schutzstatus des Wolfes ist für unsere Fraktion an sich unbestritten, und doch müssen wir einsehen, dass wir mit der exponentiell wachsenden Population in der kleinräumigen Schweiz an Grenzen stossen. Konflikte mit der Alp- und Landwirtschaft sind unvermeidlich. Wir müssen anerkennen, dass die Massnahmen im Herdenschutz und Anpassungen der Verordnungen zu wenig Wirkung zeigen. Die Wolfsbestände sollen deshalb künftig analog zu den Steinböcken präventiv reguliert werden können.
Die Mitte-Fraktion unterstützt bei Block 1 grossmehrheitlich die Kommissionsmehrheit. Die proaktive Regelung der Population in Artikel 7a des Jagdgesetzes, wie sie der Ständerat vorsieht, ist ausgeglichen und angemessen, weil sie nur Rudel betrifft, die trotz Herdenschutzmassnahmen Schaden anrichten.
Ich werde im Folgenden kurz auf die wichtigsten Minderheitsanträge eingehen:
Bei Artikel 7a will die Minderheit II (Clivaz Christophe) den Schaden anhand der Grösse definieren. Das ist missverständlich, weil die Grösse eines Schadens schwer zu definieren ist. Ist es die Anzahl oder die Grösse der verlorenen Tiere oder der subjektiv empfundene Verlust des Besitzers? Die Mitte-Fraktion lehnt diesen Antrag ab, weil nicht ersichtlich ist, woran die Grösse des Schadens gemessen werden soll.
Bei Artikel 7a steht das Konzept der Minderheit V (Jauslin) zur Debatte. Die darin vorgesehene Trennung der Regulierung von Wolf und Steinbock lehnen wir ab. Es ist ja gerade die Idee, dass sich der Bund um die Regulierung dieser beiden geschützten Tierarten kümmert, auch wenn die Regulierung der beiden Arten in der Praxis natürlich unterschiedlich ist. Es ist logischer, die Bestandsregulierung kompakt, mit einem einzigen Gesetzesartikel, neu zu regeln anstatt mit einem komplizierten Konzept, das für uns zu nahe an der [PAGE 2211] heutigen Version liegt. Die Version der Mehrheit hat zudem den Vorteil, dass die Liste der Tiere erweitert werden könnte, falls es in Zukunft Bedarf dafür gibt. Wir haben uns auch für die Schonzeiten ausgesprochen. Die Fristen sind biologisch begründet und zeugen vom Respekt gegenüber der Natur und den Wildtieren.
La période de protection m'amène à l'article 12 alinéa 4bis et à la proposition de la minorité Rüegger. La période de régulation du 1er septembre au 31 janvier est relativement étroite si l'on tient compte du fait que la plupart des attaques ont lieu durant les mois d'été. A cet effet, l'article 12 prévoit une marge de manoeuvre durant la période qui va de juin à août, au cas où une meute causerait des dommages aux chevaux et aux bovins.
La minorité Rüegger souhaite également mentionner explicitement les moutons et les chèvres. Notre groupe s'y oppose. Une régulation active pendant les mois d'été ne doit être possible que si les dommages prennent une dimension exceptionnelle. Nous attirons toutefois l'attention sur le fait que la version de la majorité de la commission n'est pas exhaustive. Le terme "en particulier" laisse une certaine marge de manoeuvre, au cas où, par exemple, un énorme incident surviendrait sur un alpage à moutons.
L'article 12 alinéa 7 concerne la répartition des compétences entre la Confédération et les cantons pour décider de l'acceptabilité et de la faisabilité des mesures de protection des troupeaux. C'est un fait, tous les alpages ne peuvent pas être protégés avec la même facilité. Il est probable que les cantons soient mieux informés que la Confédération sur ces spécificités régionales. Néanmoins, nous approuvons la version de la majorité de la commission et rejetons celle de la minorité Rüegger. Il est clair que les cantons seront responsables de l'exécution des mesures de protection des troupeaux, comme le prévoit également la version de la minorité de la commission.
Ich möchte zum Schluss kommen und mich noch kurz zur Aussage von Frau Schneider Schüttel zum Thema Schutzwald und Wolf äussern. Schutzwaldpflege ist Sache der Forstwirtschaft, der Wildhut und der Jagd. Die Berglandwirtschaft wird durch den Wolf bedroht und nicht geschützt.