Schmid Samuel · Bundesrat · 2003-03-17
Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2003-03-17
Wortprotokoll
Sie haben Recht, Herr Widmer, mit dieser Internet-Kommunikation wird ein Teil unserer Bevölkerung erreicht. Allerdings - dies zum Ersten - ist das ganze Alarmierungsnetz von den Möglichkeiten und Kompetenzen der Nationalen Alarmzentrale überlagert. Zum Zweiten hatten wir bereits nach dem 11. September 2001, als eine Reihe von Anthrax-Fällen weltweit publik wurden und man Ähnliches auch in Europa oder in der Schweiz befürchtete, im Labor Spiez sofort telefonische Hotlines eingerichtet, die sehr rege benützt wurden - übrigens auch aus dem Ausland, weil solche Hotlines andernorts offenbar nicht angeboten wurden. Zum Dritten haben wir ein entsprechendes Informationsblatt vorbereitet, um die Bevölkerung zu beruhigen respektive um das Ganze zu objektivieren.
Wenn irgendwo ein konkreter Fall vorkommt, werden über die örtlichen Krisenstäbe, über die örtlichen Strukturen die notwendigen Massnahmen ergriffen. Wie Sie richtig sagen, geht es im Ganzen darum, auf der einen Seite durch Information zu beruhigen, auf der andern Seite aber nicht durch übertriebenen Aktivismus Angst zu schüren, denn auch die wäre kein zuverlässiger Ratgeber. Die verschiedensten Instanzen von Bund, Kantonen und Gemeinden - die Polizei und andere Institutionen - haben sich bereits nach dem 11. September 2001 bewährt.