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preparatory:AB 31960

Fässler Hildegard · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion · 2003-03-19

Wortprotokoll

Wie ich bereits beim Eintreten und auch bei der Diskussion zur Milchkontingentierung gesagt habe, ist es einerseits wichtig, dass wir Begleitmassnahmen vorsehen, wenn diese Milchkontingentierung abgeschafft wird. Andererseits habe ich auch gesagt, dass die Direktzahlungen vor allem dann gesprochen werden sollen, wenn im ökologischen Sinne nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ Fortschritte gemacht werden.

Wir sind hier an einem solchen Punkt. Es geht darum, wie der ökologische Leistungsnachweis aussehen soll, wie er auch abgeändert werden soll, damit man zu mehr Ökologie kommt.

Die Minderheit beantragt Ihnen deshalb, den ökologischen Leistungsausweis um einen weiteren Buchstaben zu erweitern, das ist Buchstabe g. Der ökologische Leistungsnachweis soll enthalten, dass bei der Milchproduktion genügend Gras, also genügend betriebseigenes Futter auf dem eigenen oder auf dem gepachteten Land, vorhanden ist, sowohl für die Milch- als auch für die Fleischproduktion von Wiederkäuern. Das ist der eine Punkt. Der ökologische Leistungsnachweis muss auch hier erbracht werden, sonst gibt es keine Direktzahlungen.

Ich möchte Ihnen auch Buchstaben h anheim stellen, dass nämlich ein grosser Teil des betriebseigenen Futters Raufutter ist. Sie werden nachher noch die Gelegenheit haben, an anderer Stelle einem Antrag der Mehrheit der Kommission zuzustimmen, bei dem es dann darum geht, dass diese Gewährleistung von genügend Raufutter als Begleitmassnahme für die Abschaffung der Milchkontingentierung besteht. Hier müssen Sie sich entscheiden, ob Sie gewillt sind, diese Voraussetzungen schon beim ökologischen Leistungsnachweis zu schaffen, der dazu berechtigt, Direktzahlungen zu bekommen.

Es sind zwei verschiedene Sachen, mit demselben Inhalt, aber natürlich mit ganz anderer Auswirkung. Wenn Sie dem zustimmen, was ich Ihnen hier beantrage, werden all jene, die diesen Punkt nicht erfüllen, keine Direktzahlungen bekommen. Das ist natürlich nicht dasselbe, wie wenn generell davon ausgegangen wird, dass man für die Produktion genügend Futter auf dem eigenen Hof produzieren kann. Das ist eine qualitative Steigerung im ökologischen Bereich. Wenn wir weniger Kühe pro Fläche haben, dann kommt das dieser Fläche zugute.

Ich möchte Sie bitten, diesem Zusatz für den ökologischen Nachweis zuzustimmen.