Blocher Christoph · Nationalrat · 2003-05-06
Blocher Christoph · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2003-05-06
Wortprotokoll
Sie wissen ganz genau, dass die 17 Milliarden Franken für die Forschung ein ganz kleiner Teil sind von dem, was in der Schweiz für die Forschung ausgegeben wird. Aber diejenigen, die die Forschung privat bezahlen, überlegen sich mehrmals, wie sie jeden Franken ausgeben. Ich sage nochmals: In einem kleinen Unternehmen, wie ich es habe, geben wir 50 Millionen Franken für die Forschung aus. Ich weiss auch, es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Geld zu verlieren. Welches die schönste Gelegenheit ist, weiss ich nicht - aber die sicherste und vornehmste ist ein unüberlegtes Forschungsprogramm.
Zur Landwirtschaft: Wenn ich sehe, was mit diesen Landwirtschaftsausgaben geschieht - dass die Bauern die ganze Landschaftserhaltung, die dezentrale Besiedlung und die Vorsorge bezüglich Nahrungsmittelproduktion sicherstellen -, dann muss ich sagen: Die Bauern dürfen sich dann noch sehen lassen vor diesen so genannten Forschern, die Berichte schreiben, die dann abgelegt werden; ein Grossteil sind solche Berichte. Aber wenn Sie das auch noch hören wollen: Ich sehe schon eine Landwirtschaftspolitik, die uns weniger kostet. Nur, diese wollen Sie dann nicht. Dann könnten Sie diese landwirtschaftliche Krimskrams-Bürokratie weglassen, Sie könnten pro Fläche einen Beitrag geben, und dann könnten Sie die Bauern endlich machen lassen. Aber da würden dann die SP und die Grünen sagen: Halt, nein, nein, das darf nur für Arme gelten, und für solche Dünger und solche Böden usw. Sie könnten dann ja nicht mehr regulieren. Das gilt übrigens auch für die Forschung und Entwicklung.