Guggisberg Lars · Nationalrat · 2024-05-29
Guggisberg Lars · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2024-05-29
Wortprotokoll
Mein Minderheitsantrag steht im Zusammenhang mit den Studiengebühren, welche Bildungsausländer zu entrichten haben. Unsere ETH gehören bildungsmässig zu den besten Adressen der Welt. Sie spielen in der Champions League. Die Ausbildungen an den ETH werden aber verscherbelt - es kann nicht anders bezeichnet werden. Weniger als 1500 Franken kostet ein Studium an einer ETH. Zum Vergleich: Für ein Studium an der Technischen Universität München müssen schweizerische Studierende bis zu 12[NB]000 Euro bezahlen; in Oxford, in Grossbritannien, sind es 42[NB]000 Franken pro Jahr; in Stanford, in den USA, sind es sogar 60[NB]000 Franken. Schweizer Studierende bezahlen im Ausland also bis zum Vierzigfachen des Betrags, den die ETH in der Schweiz als Gebühr verlangen.
Eine Differenzierung der Studiengebühren nach Herkunftsland ist überhaupt nicht aussergewöhnlich. Es ist gang und gäbe. Es bestünde auch die Möglichkeit, an den ETH eine Differenzierung zwischen Ausländern aus der EU und solchen aus Ländern ausserhalb der EU vorzunehmen.
Für Grosszügigkeit ist das hier der falsche Ort. Eine der weltbesten Ausbildungen muss ein vernünftiges Preisschild haben. Damit können die ETH locker bis zu 50 Millionen oder sogar mehr einnehmen. Zur Erinnerung: In Lausanne beträgt der Anteil an Bildungsausländern 60 Prozent, an der ETH in Zürich sind es 40 Prozent. Wir würden damit also den Bundeshaushalt entlasten, ohne die ETH zu belasten.
Ich bitte Sie, meinem Minderheitsantrag zuzustimmen.